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Zehntausende Japaner gratulieren ihrem Kaiser zum Geburtstag

Mit zehntausenden Gratulanten hat Japans Kaiser Akihito seinen 84. Geburtstag gefeiert. Fast 46'000 Menschen versammelten sich vor dem Kaiserpalast in Tokio, um der traditionellen Geburtstagsansprache des Kaisers zu folgen, wie der kaiserliche Palast mitteilte.

Agentur
sda
Samstag, 23. Dezember 2017, 09:14 Uhr Tokio
Zehntausende haben dem japanischen Kaiser Akihito (2.v.l) zu  seinem 84. Geburtstag die Ehre erwiesen.
Zehntausende haben dem japanischen Kaiser Akihito (2.v.l) zu seinem 84. Geburtstag die Ehre erwiesen.
KEYSTONE/AP/KOJI SASAHARA

Es war die grösste Gratulantenschar seit Akihitos Thronbesteigung im Jahr 1989. Einer der Gründe für den Besucheransturm dürfte Akihitos bevorstehende Abdankung im April 2019 gewesen sein.

«Ich wollte noch einmal sein Gesicht sehen, bevor er abdankt», sagte die Gratulantin Rie Aisaka am Samstag. Die Menge auf dem Palastgelände schwenkte japanische Flaggen und wünschte dem Tenno in Sprechchören ein langes Leben.

Der Kaiser wandte sich von einem verglasten Balkon aus an die Anwesenden. An Akihitos Seite standen Kaiserin Michiko und weitere Mitglieder der Kaiserfamilie. Es war der erste öffentliche Auftritt des betagten Monarchen seit einem Treffen mit Ministerpräsident Shinzo Abe Anfang Dezember, nach dem die Regierung das Datum für die Abdankung bekannt gegeben hatte.

Es ist das erste Mal seit mehr als 200 Jahren, dass ein japanischer Kaiser abdankt. Den Thron soll dann Akihitos ältester Sohn, Kronprinz Naruhito, übernehmen.

Gesundheitliche Probleme

Akihito hatte sein Land im vergangenen Jahr mit dem Wunsch in Aufruhr versetzt, die Krone an den 57-jährigen Naruhito weiterzureichen. Als Gründe für seinen Entschluss nannte er sein Alter und gesundheitliche Probleme. Er wurde zuletzt wegen Prostatakrebs behandelt und musste sich einer Herzoperation unterziehen.

Eine Abdankung des Kaisers ist in Japans Nachkriegsverfassung nicht vorgesehen. Für Akihitos Fall wurde im Juni ein spezielles Gesetz vom Parlament verabschiedet, das aber nur für ihn gilt. Einige Experten argumentieren, eine generelle Möglichkeit zum Abdanken könnte künftige Monarchen der Gefahr politischer Manipulationen aussetzen.

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