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Simon Ammann pausiert derzeit

Am Wochenende endet mit dem Grand-Prix-Final in Klingenthal die Sommersaison der Skispringer. Simon Ammann fehlt im Schweizer Aufgebot.

Agentur
sda
27.09.22 - 13:51 Uhr
Wintersport
Derzeit Zuschauer: Simon Ammann.
Derzeit Zuschauer: Simon Ammann.
KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Der vierfache Olympiasieger ist bis jetzt nicht zurückgetreten, aber die Chancen, dass der 41-Jährige im November eine 26. Weltcup-Saison in Angriff nehmen wird, sind doch eher gering. Ammann ist in diesem Sommer noch kein einziges Mal über einen Bakken gegangen.

«Wir erwarten sein Commitment bis zu den Schweizer Meisterschaften in Kandersteg», sagt der Disziplinenchef Berni Schödler mit Blick auf die Titelkämpfe vom 21. bis 23. Oktober. «Die Schweizer Meisterschaften sind für einen Kaderathleten ein Fix-Termin. Entweder ist man verletzt oder man ist am Start.»

Ammann hatte im vergangenen Frühling den A-Kader-Status, die zweithöchste Stufe bei Swiss-Ski nach der Zugehörigkeit zur Nationalmannschaft, angenommen und so bekräftigt, dass er es mit dem Spitzensport weiterhin ernst meint. Diese Einteilung und die entsprechende Unterstützung sind keine Geschenke von Swiss-Ski. Sie basieren einzig auf den Leistungen im vergangenen Winter. Gleichzeitig kündigte der Toggenburger an, er werde bis im August eine Auszeit in Anspruch nehmen.

Sowohl Schödler als auch sein Trainer Martin Künzle wissen derzeit nicht genau, was Ammann plant. «Wenn er vor hat zu springen, müsste er sich bald einmal melden. Der Ball liegt bei ihm», sagt Künzle. Und Schödler ergänzt: «Wir wünschen uns schon, dass er selber über seine Zukunft entscheidet und nicht wir das machen müssen.»

Eine Rückkehr des 23-fachen Weltcupsiegers halten die beiden nicht für ausgeschlossen. Ammann sei körperlich fit, die Materialanpassungen im Hintergrund würden wie bei jedem Kader-Athleten laufen, und als Routinier könnte er rasch wieder Tritt fassen.

Neben Ammann fehlt in Klingenthal auch Killian Peier. Der WM-Dritte von 2019 leidet an einer Entzündung der Patellasehne. In Top-Form tritt nur Gregor Deschwanden an. Gleiches lässt sich vom zweiten Schweizer Starter, Dominik Peter, nach einem verspäteten Einstieg in die Saison nicht sagen.

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