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Dieses Bündner Quintett geht an der Langlauf-WM auf Medaillenjagd

Fünf Bündner Athletinnen und Athleten stehen im Aufgebot für die Langlauf-WM in Planica. Ausgerechnet die wohl grösste Medaillenhoffnung kämpft mit gesundheitlichen Problemen. Eine Übersicht.

Roman
Michel
21.02.23 - 13:56 Uhr
Schneesport
Angeschlagen: Valerio Grond verpasst den Einzelsprint, könnte aber am Wochenende um die Medaillen laufen.
Angeschlagen: Valerio Grond verpasst den Einzelsprint, könnte aber am Wochenende um die Medaillen laufen.
Bild Laurent Gillieron / Keystone

Mit den Sprintrennen beginnt am Donnerstag die Langlauf-WM im slowenischen Planica. 15 Namen umfasst das Aufgebot von Swiss Ski. Ein Drittel davon kommen aus dem Kanton Graubünden. Eine Übersicht: 

Valerio Grond

Ausgerechnet jetzt. Ausgerechnet vor der WM. Wegen gesundheitlichen Problemen ist Grond noch nicht nach Planica gereist. Den WM-Sprint vom Donnerstag wird der Davoser verpassen. Ob es für den Team-Sprint vom Wochenende reicht, ist offen. Bitter, denn: Grond hat eine starke Saison hinter sich. Im Einzel-Sprint lief der 22-Jährige drei Mal in die Top 10, in Livignio (5.) fehlte nur wenig für den ersten Podestplatz. Dafür klappte es im Team-Sprint: Zusammen mit Janik Riebli klassierte sich Grond auf Platz 3. 

Jonas Baumann

Apropos gesundheitliche Probleme: Auch Jonas Baumann hatte diese Saison immer wieder mit Krankheiten zu kämpfen. Den Saisonstart verpasste der 32-Jährige wegen Corona. Die Tour de Ski musste er wegen eines Infekts abbrechen. Auch beim Heimweltcup in Davos stand Baumann angeschlagen am Start - und realisierte mit Platz 17 über 20 Kilometer dennoch sein bestes Resultat der Saison. Ein weiteres Mal reichte es Baumann in die Top 25. In Sachen WM-Erfahrung ist er der routinierteste im Bündner «Team». Die Titelkämpfe in Planica sind bereits seine fünften. 

Alina Meier

Auch Alina Meier kämpfte zu Beginn der Saison mit gesundheitlichen Problemen, stieg erst im Dezember in den Weltcup ein. Bestes Ergebnis: Rang 14 Ende Januar in Livigno. Hinzu kommen weitere Top-20-Plätze in Davos und Toblach, stets in ihrer Spezialdisziplin Sprint. Dass der WM-Sprint in der klassischen Disziplin stattfindet, kommt ihr definitiv nicht entgegen. Kurz vor der Abreise nach Planica feierte die Davoserin übrigens ihren 27. Geburtstag. An ihrer bislang einzigen WM 2021 in Oberstdorf gabs die Ränge 7 (im Team) und 45 (Einzel). 

Désirée Steiner

WM-Premiere für die Davoserin! Auch dank starken Leistungen auf zweithöchster Stufe empfahl sich die 24-Jährige für ein Aufgebot. Ende Januar holte sich Steiner im Sprint in Les Rousses ihre ersten Weltcuppunkte (Rang 18). Und dies in der klassischen Disziplin, die auch in Planica auf dem Programm steht. 

Nadja Kälin

Die Engadinerin weiss, wie WM geht. 2020 gewann Kälin in Oberwiesenthal im der Staffel Gold bei der Junioren-WM. Und an den U23-Titelkämpfen Ende Januar dieses Jahres verpasste sie über 20 Kilometer klassisch als Fünfte nur knapp das Podium. Im Weltcup ist der 19. Platz Anfang Januar in Oberstdorf über 10 Kilometer klassisch ihr bestes Ergebnis. Auch für Kälin ist es die erste WM bei den «Grossen». Vielleicht helfen da die Erfahrungen von den Olympischen Spielen 2022, wo sie mit der Staffel (unter anderem auch mit Alina Meier) auf Platz 7 lief. 

Roman Michel ist Leiter Sport. Er arbeitet als Sportreporter und -moderator bei TV Südostschweiz. Weiter schreibt er für die gemeinsame Sportredaktion der Zeitung Südostschweiz und suedostschweiz.ch. Roman Michel studierte Journalismus und Organisationskommunikation und arbeitet seit 2017 für die Medienfamilie Südostschweiz. Mehr Infos

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