Erfreuliche Beteiligung am Davoser Ski-OL
Kurz vor Jahresende konntendie im Januar 2021 wegen Covid im Jura abgesagten Ski-OL Schweizer Meisterschaftenüber die Langdistanz in Davosals Outdoor-Veranstaltungnachgeholt werden.
Kurz vor Jahresende konntendie im Januar 2021 wegen Covid im Jura abgesagten Ski-OL Schweizer Meisterschaftenüber die Langdistanz in Davosals Outdoor-Veranstaltungnachgeholt werden.
In der Elite kämpften Schweizer, Italiener, Österreicher, ein Deutscher, eine Schwedin und eine Estin zusätzlich um Punkte in der Ski-OL Weltrangliste. Der Ski-OL wurde im Gebiet ARA Gadastatt–Junkerboden–Mühle Sertig ausgetragen. Die Wettkämpfer im Alter von 8 bis 70 Jahren waren somit gefordert.
Was muss man sich unter einem Ski-OL vorstellen? Grundlage ist das bestehende Loipennetz, das mit weiteren Spuren ergänzt wird. Das ganze Spur- und Loipennetz ist auf der Wettkampfkarte ersichtlich. Alle OL-Posten befinden sich am Spur- und Loipennetz. Die Routenwahl, das Orientieren unterwegs und das Lauftempo sind entscheidend. Gelaufen wird im Skatingstil. Die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer erhalten die Laufkarte erst unmittelbar vor dem Start. Pro Kategorie müssen dieOL-Posten in der auf der Karte vorgegebenen Reihenfolge möglichst schnell angelaufen werden. Für einen Ski-OL sind umfangreiche Vorabklärungen und Bewilligungen notwendig. Der Veranstalter bedankt sich bei allen involvierten Stellen und Personen.
Favoriten gingen leer aus
Den Schweizer Meistertitel 2021 holte sich bei nassem Schneefall der mehrere Jahre in Schweden lebende Christian Spoerry, der nun in Visp wohnt. Er sorgte 2015 für Furore, als er an den Ski-OL- Europameisterschaften in Lantsch/Lenz sensationell die Silbermedaille über die Langdistanz gewann. Zweiter wurde der 21-jährige Severin Müller aus Thun und Dritter der momentan am WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos arbeitende Zivildienstleistende Noel Boos aus Malters. Die grossen Favoriten Nicola Müller und Gion Schnyder gingen leer aus. Nicola Müller stempelte einen falschen Posten und wurde nicht klassiert, während Gion Schnyder wegen einer Handverletzung auf einen Einsatz verzichten musste. Bei den Junioren gewann der Einsiedler Corsin Müller vor Flavio Ehrler aus Sursee. Bei den Damen gab es ein internationales Podest: Die zweifache WM-Goldmedaillengewinnerin 2021 Daisy Kudre (Estland) gewann vor der stark laufenden Stefania Corradini aus dem Val di Fiemme (Italien) und der Schwedin Lisa Larsen. SM-Gold für die beste Schweizerin konnte sich Eliane Deininger (St. Gallen) umhängen lassen. Natalja Niggli gewann Silber, Lea Widmer Bronze. Beste Juniorin war Alina Niggli, während ihre auf dem Papier stärkste Konkurrentin, die Churerin Delia Giezendanner, einen falschen Posten stempelte. Bündner konnten keine Goldmedaille erringen, wobei die viele Jahre in Davos lebende Yvonne Welti (heute Bäretswil) bei den Damen 40 vor der Klosterserin Ursina Accola (heute Luzern) gewann. In der Familienkategorie lief Thierry Jeanneret mit Sohn Laurin (Zizers) auf den ersten Rang. Für vier Eliteläufer gab es gar noch eine Dopingkontrolle vor Ort. Den 15. Davoser Ski-OL gewannen am Folgetag Favorit Nicola Müller und wiederum Daisy Kudre.
Für nächste Wettkämpfe bereit
Das Swiss-Ski-Orienteering-Team ist bereit für die nächsten internationalen Wettkämpfe. Ende Januar folgen die Ski-OL-Europameisterschaften in Bulgarien, die Studenten-Weltmeisterschaften in Tschechien und im März die Ski-OL-Weltmeisterschaften in Finnland. Zu hoffen ist, dass die Wettkämpfe stattfinden können, musste doch Mitte Dezember der Grossanlass Winteruniversiade mit Ski-OL-Wettkämpfen in Lantsch/Lenz kurz vor Beginn wegen Covid noch abgesagt werden.
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