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Eine gelungene Premiere mit drei Rennen an ebenso vielen Tagen

Das vergangene Wochenende war Auftakt für ein neues Eventformat unter dem Namen Davos-Ski-Mountaineering-Festival. Rund 150 Skitouren-Athletinnen und Athleten aus über elf Ländern waren am Start.

Südostschweiz
07.04.22 - 12:09 Uhr
Wintersport

Das neu konzipierte Rennformat «Davos-Relay» war der Auftakt für das dreitätige Davos-Ski-Mountaineering-Festival (SkiMo) am vergangenen Wochenende. In der Fun-Staffel traten die Athletinnen und Athleten in beliebigen Teams zu zweit gegeneinander an. Alle Teilnehmenden erwarteten zwei kurze Aufstiege und zwei kurze Abfahrten sowie eine Portage. Das Publikum konnte die komplette Strecke auf dem Bolgenhang mitverfolgen und sehen, wie die schnellste Männerstaffel des SkiMo-Teams Graubünden mit Arno Lietha und Patrick Perreten nach 11 Minuten das Ziel erreichte. Die Kategorie Mixed gewannen Marc Dürr und Tatjana Paller vom SkiMo-Team Germany mit einer Zeit von 13 Minuten. Die einzige Frauenstaffel am Start mit Sophia Wessling (GER) und Ronya Lietha (CH) lief nach 15 Minuten über die Ziellinie.

Das Davos Race, als Individualrennen schon aus den vergangenen Jahren bekannt, startete am Samstag bei der Mittelstation Jschalp. Auf die Teilnehmenden, die aus drei unterschiedlichen Strecken mit 800, 1200 und 1600 Höhenmetern wählen konnten, warteten spektakuläre Portagen auf dem Jakobshorngrat und Brämagrat sowie steile Aufstiege und rasante Abfahrten nach den verschiedenen Fellwechseln. Direkt nach dem Zieleinlauf wurden jeweils die drei Bestplatzierten ihrer Kategorie im Rahmen einer Flower-Ceremony geehrt.

Impression vom Ski-Mountaineering-Festival in Davos.
Impression vom Ski-Mountaineering-Festival in Davos.
Pressebild

 

Auf der Kurzstrecke gewann der amtierende Deutsche Meister im Individual U20 Finn Hösch mit einigen Minuten Vorsprung vor seinem Teamkollegen Josef Pelzer und dem Schweizer Luca Rececconi. Lukas Hausberger konnte sich souverän den Sieg auf der mittleren Distanz des Davos Race über 1200 Höhenmeter sichern. David Jost und Simon Widmoser landeten auf Platz 2 und 3. Die längste Strecke mit 1500 Höhenmetern konnte Marc Dürr aus dem SkiMo-Team Germany für sich entscheiden. Bei den Frauen dominierte seine Teamkollegin Tatjana Paller. Sophia Wessling ging auf der Strecke B (1200 Höhenmeter) als Erste über die Ziellinie, auf der Kurzstrecke gewann die Schweizerin Julia Glaus vor ihrer Mutter Corinna Glaus.

Vor der Olympiapremiere

Eines der Highlights bildete am Sonntag das Langdistanzrennen. Über 80 Athletinnen und Athleten standen am Fusse der Fuxägufer-Sesselbahn am Start. Das Adventure-Race mit 37 Kilometern Länge und 3600 Höhenmetern führte die Teilnehmenden quer durch die Davoser Berglandschaft. Gerhard Schneider (Swiss Team Dynafit Colltex) bewältigte die vier herausfordernden Anstiege, steilen Tragepassagen und die kräftezehrenden sowie technisch anspruchsvollen Abfahrten am schnellsten und kam als Erster im Ziel am Bolgen an. Marco Wildhaber vom Team Flütsch Skitouring folgte und Nico Dolcolmo (SkiMo-Team Graubünden) rundete das Siegerpodest ab.

Impression vom Ski-Mountaineering-Festival in Davos.
Impression vom Ski-Mountaineering-Festival in Davos.
Pressebild

 

Als erste Frau fuhr Marcela Vasinova vom Team Salomon in knapp unter fünf Stunden über die Ziellinie. Auf die Tschechin folgten Martina Senn vom Flütsch Skitouring Team und Cornelia Gruler. In der Kategorie Master Männer gewann der Österreicher Andreas Neuper vom Club Skibergsteigen Vorarlberg mit nur einer Minute Abstand vor dem einheimischen Rolf Bodenwinkler aus Davos und Beda Gujan.

Das erste Davos-SkiMo-Festival, das im kommenden Jahr erneut stattfinden soll, war ein Erfolg und hat dem boomenden Ski-Mountaineering-Sport eine geeignete Plattform gegeben. Besonders in Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2026 in Milano, bei welchem der Trend zum ersten Mal olympisch sein wird. (red)

Impression vom Ski-Mountaineering-Festival in Davos.
Impression vom Ski-Mountaineering-Festival in Davos.
Pressebild

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