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Häcki WM-Siebte - nur in der Loipe verschwommen gesehen

Häcki WM-Siebte - nur in der Loipe verschwommen gesehen

Lena Häcki überzeugt im ersten Einzelrennen der Frauen an der Biathlon-WM in Pokljuka mit einem 7. Platz im Sprint. Sie schiesst enorm schnell und leistet sich dennoch nur liegend einen Fehler.

Agentur
sda
vor 3 Wochen in
Wintersport
Starler Auftritt in Slowenien: Lena Häcki klassierte sich im WM-Sprint als Siebte
Starler Auftritt in Slowenien: Lena Häcki klassierte sich im WM-Sprint als Siebte
KEYSTONE/EPA/ANTONIO BAT

Im Ziel war Lena Häcki einfach nur glücklich - nicht nur über den Rang, sondern vor allem auch über ihre beste Leistung in dieser Saison. Und vielleicht am meisten, dass sie die Ziellinie erreicht hatte. «Im letzten Teil habe ich so gekämpft, dass ich alles nur noch verschwommen sah», erzählte die 25-jährige Engelbergerin im Interview mit dem Fernsehen SRF. «Sie hatten mir gesagt, dass ich um alles kämpfen müsse.» Auf das Podest fehlten ihr am Ende 35 Sekunden, das ist mehr als die eine Strafrunde.

In den sechs Weltcup-Sprints dieses Winters war Häcki, eine der Aufsteigerinnen der letzten Saison, nie über Platz 36 hinausgekommen. Nun gelang ihr das beste WM-Resultat der Karriere. Die Grundlage legte die Innerschweizerin im Schiessstand. Einzig liegend liess sie bei schwierigen Bedingungen mit grosser Kälte und viel Wind eine Scheibe stehen. «Der Fehlschuss liegend war mein Fehler, das ist schade.»

Keine schoss schneller als Häcki, doch sie hatte auch die Nerven, um eine Windböe abzuwarten. Auch in der Loipe brauchte es ein wenig Wettkampfglück, um zumindest einen Teil der Strecke im Windschatten einer Konkurrentin absolvieren zu können. «Ich bin happy mit meinem Rennen», stellte sie zufrieden fest. Zudem brachte sie sich in eine vielversprechende Ausgangslage für die Verfolgung vom Sonntag. «Da möchte ich mal alle Treffer ins Ziel bringen.»

Selina Gasparin fällt erst am Schluss zurück

Lange mit der ersten Schweizer WM-Medaille überhaupt liebäugeln durfte auch Selina Gasparin. Die routinierte Engadinerin brachte ihre ersten acht Patronen ins Ziel, ehe sie stehend die letzten beiden Scheiben verfehlte und zweimal in die Strafrunde musste. Dank einer starken Laufleistung reichte es der Olympia-Zweiten von 2014 im Einzelwettkampf zum 15. Rang, auch für sie das beste Resultat dieser Saison. «Ich habe das gute Gefühl nach der Mixed-Staffel mitgenommen», zeigte sich die 36-jährige Engadinerin nicht unzufrieden. «Der erste Fehler war noch okay, beim letzten Schuss habe ich dann gezittert und zu lange gebraucht.»

Mit der Norwegerin Tiril Eckhoff setzte sich die Topfavoritin mit einem fehlerlosen Schiessen vor der Französin Anaîs Chevalier-Bouchet und der überraschenden Weissrussin Hanna Sola durch. Eckhoffs Landsfrau Marte Olsbu Röiseland verpasste als Sechste hingegen erstmals nach acht Medaillen in Folge (sieben vor einem Jahr in Antholz, eine in der Mixed-Staffel) wieder einmal das Podest.

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