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Lenzerheide blickt gespannt Richtung Prag

Morgen Samstag entscheiden die höchsten Biathlon-Funktionäre in Prag über die Vergabe der Weltmeisterschaften 2025. In der Pole-Position für den Zuschlag befindet sich die Bündner Destination Lenzerheide.

Südostschweiz
Freitag, 13. November 2020, 10:11 Uhr Vergabe Biathlon-WM 2025
Der Samstag könnte für die Biathlon Arena Lenzerheide und Swiss-Ski ein grosser Tag werden.
KEYSTONE

Ist es morgen Samstag endlich so weit? Nach jahrelanger Aufbauarbeit unter der Federführung des deutschen Unternehmers Michael Hartweg könnte am IBU-Kongress in Prag die Biathlon-WM 2025 nach Lenzerheide vergeben werden. Aufgrund der aktuellen Situation verfolgen Vertreter von Swiss-Ski und der Biathlon Arena Lenzerheide den Vergabe-Entscheid zwar nicht vor Ort in der tschechischen Landeshauptstadt. Der Tragweite eines positiven Entscheids für die Lenzerheide als Biathlon-Hotspot täte dieser unbedeutende Umstand indes keinen Abbruch. Es wäre davon auszugehen, dass im Zuge der WM-Vorbereitungen auch der Weltcup ein erstes Mal in der Bündner Destination haltmachen würde.

Konkurrenz aus Belarus

Hartweg selber gibt sich vor der WM-Vergabe selbstbewusst. «Unser Angebot an die Delegierten ist gut. Wir konnten unter der Federführung von Swiss-Ski ein überzeugendes Konzept vorlegen. Dies wurde uns bei Inspektionen von Verbandsvertretern vor Ort bestätigt», erklärt der Mann aus Süddeutschland, der bald auch den Schweizer Pass besitzt. Pluspunkte wurden im Januar mit der Ausrichtung der Weltmeisterschaften im Nachwuchsbereich gesammelt. Nicht bloss die erfolgreiche Swiss-Ski-Delegation fühlte sich wohl vor Ort.

Als weiterer Pluspunkt für die Lenzerheide könnte sich erweisen, dass sich mit dem belarussischen Ort Minsk-Raubichi nur eine weitere Destination für die Austragung der Biathlon-WM 2025 bewirbt. Aufgrund der politischen Entwicklung um den umstrittenen Präsidenten Alexander Lukaschenko würde eine Vergabe eines internationalen Sportanlasses von der Öffentlichkeit wohl als fragwürdig wahrgenommen werden. Hartweg sagt: «Ich respektiere die belarussische Kandidatur mit ihrer ebenfalls guten Infrastruktur. Es wäre aber natürlich ungleich schwieriger, gegen einen bestandenen Ausrichter wie Antholz oder Ruhpolding anzutreten.» (krt/jok)

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