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Glarner Ski-Nachwuchs lässt für die Zukunft hoffen

Wie im Weltcup wird auch im frühzeitig beendeten SSW-Raiffeisen-Cup der Stand vor den letzten Rennen als Schlussstand gewertet. Die Hälfte der Kategoriensiege geht ins Glarnerland.

Südostschweiz
Montag, 06. April 2020, 04:30 Uhr SSW-Raiffeisen-Cup

von Martin Broder

Nach nicht einmal zwei Monaten und sechs Rennen im SSW-Raiffeisen- Cup ging die Wettkampfsaison des regionalen Skinachwuchses abrupt zu Ende. Am Vorabend der Rennen in Elm – zwei Slaloms standen auf dem Programm – kam die sofortige Schliessung der Skigebiete und damit die Annullation der Rennen. Das war für den organisierenden SC Elm bitter, denn alles wäre für perfekte Heimrennen angerichtet gewesen.

Auch das Verbandsrennen, das am Ostermontag den Abschluss gemacht hätte, wird nicht stattfinden. So gilt in der Gesamtwertung des SSW-Raiffeisen-Cups der Stand vor den letzten drei Rennen als Endstand, wie Peter Dietrich als Verantwortlicher seitens des Skiverbandes Sarganserland-Walensee (SSW) bestätigte: «Es wird keine Streichresultate geben. Die Gesamtwertung ist definitiv.» Nun stellt sich noch die Frage, wann die Besten geehrt werden und ihre Preise erhalten. Normalerweise würde dies vor der Generalversammlung des Verbandes am 12. Juni passieren. Doch im Moment ist nichts normal. Aussagen über kommende Ereignisse sind schlicht nicht möglich.

Erfolgreiche Glarner

Alle Gesamtersten der Rennserie kommen aus dem Verbandsgebiet, denn bekanntlich gehören der SC Elm, der SC Mollis und der SC Mürtschen zum SSW. Die Rennfahrerinnen und Rennfahrer aus dem Glarnerland haben sich im verkürzten SSW-Raiffeisen-Cup gegen die starke Sarganserländer Konkurrenz gut behauptet. Je die Hälfte der Kategoriensiege ging in den Kanton Glarus und ins Sarganserland.

Die Glarner zeigten sich vor allem bei den Jüngsten enorm stark. So siegten die Elmer Amanda Rhyner und Milo Grünenfelder in der jüngsten Kategorie. Mit Cyrill Marty (Mollis) als Zweitem und Lara Victoria Ruoss (Elm) als Dritter blieben weitere Podestplätze bei den U11 im Glarnerland. Bei den U12 feierte Lenny Gehrig-Landolt den Gesamtsieg, ebenso wie die souveräne Laura Bäbler (Elim) bei den ältesten Mädchen, den U16. Dominik Landolt holte sich als Gesamtdritter der Knaben U16 einen weiteren Glarner Podestplatz, direkt vor Florian Fässler (Elm) der auf dem undankbaren 4. Platz landete. Bei den Mädchen U12 verpasste Antonia Abächerli (Elm) ebenfalls das Podest. Dazu fehlte ihr ein Punkt.

Wie weiter?

Auch im Skisport muss die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie im Auge behalten werden. So werden dieses Jahr keine JO-Schweizer-Meister im Slalom und im Riesenslalom gekürt, was für den SSW sehr bedauerlich ist, denn die Athletinnen und Athleten von Cheftrainer Andreas Nadig hätten gute Chancen auf nationale Podestplätze gehabt. Das hat unter anderem Laura Bäbler bei den nationalen Vergleichen in dieser Saison mehr als nur angedeutet.

Auch die Kaderselektion des SSW wird in diesem Jahr anders sein, denn sowohl die Technikprüfung als auch der Swiss-Ski-Powertest können nicht durchgeführt werden. Zudem stehen die geplanten Frühlingskurse mit den SSW-Kadern auf tönernen Füssen, da die Skigebiete weiter geschlossen bleiben. Es gibt also viele Unsicherheiten nach dieser abrupt beendeten Saison. Im Moment machen es die Skifahrerinnen und Skifahrer wie alle anderen Sportler auch: Individuelles Training ist Trumpf.

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