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Hediger rettet auf der Lenzerheide die Schweizer Ehre

Der Skating-Sprint in Lenzerheide endet aus Schweizer Sicht mit einer Enttäuschung. Einzig Jovian Hediger schafft bei der 2. Etappe der Tour de Ski den Vorstoss in die Halbfinals.

Südostschweiz
Sonntag, 29. Dezember 2019, 13:05 Uhr Langlauf
Jovian Hediger gibt Schub.
Jovian Hediger gibt Schub.
KEYSTONE/AP/LB

Hediger hatte als Drittschnellster der Qualifikation seine Ambitionen angemeldet. Für die Viertelfinals wählte der Romand den fünften und letzten Lauf. Dort holte er souverän einen Spitzenplatz. Allerdings blieb ihm in den Halbfinals, wohl auch wegen der kurzen Ruhepause, bloss Platz 5. Der Poker wäre aber beinahe aufgegangen. Da im zweiten Halbfinal im Gegensatz zum Rennen zuvor mit den Favoriten nicht gebummelt wurde, reichte in Hedigers Serie auch Platz 4 zum Finaleinzug. Die Qualifikation für den Endlauf verpasste der 29-jährige Schweizer somit bloss um 8 Zehntelsekunden. Mit einer Top-Ten-Klassierung gelang Hediger aber das beste Saisonresultat.

Nadine Fähndrich musste eine Enttäuschung hinnehmen. Als Nummer 2 der Qualifikation schied sie bereits in den Viertelfinals aus. Die 24-Jährige ging ihren Heat wohl zu offensiv an. Sie lief stets an der Spitze und griff im letzten Anstieg vehement an. In der Abfahrt schlossen die Verfolgerinnen nochmals auf und reichten Fähndrich auf der Zielgeraden auf Platz 3 durch. «Ich bin enttäuscht. Ich zählte hier zu den stärksten Sprinterinnen und habe es im Viertelfinal vermasselt», sagte die Luzernerin.

Kein erneuter Coup von Van der Graaff

Laurien van der Graaff blieb ebenfalls in der ersten K.o.-Runde hängen. Im Anstieg verhedderte sie sich mit einer Konkurrentin und büsste die entscheidenden Meter ein. Vor zwei Jahren hatte die Davoserin in Lenzerheide noch ihren ersten Weltcupsieg gefeiert. Auch Roman Furger und Erwan Käser verpassten die Vorschlussrunde.

Dario Cologna hatte am frühen Morgen wie erwartet die Viertelfinals verpasst. Der vierfache Tour-Sieger hatte bereits zuvor angekündigt, im Prolog nicht ans Limit gehen zu wollen, um seine Lunge zu schonen. Auch bei einem Ausscheiden im Viertelfinal hätte es für die Gesamtwertung nur wenige Bonussekunden gegeben.

Die Tagessiege und 60 Sekunden Bonus für das Tour-de-Ski-Klassement gingen an Johannes Hösflot Klaebo und etwas überraschend an die Slowenin Anamarija Lampic. (sda/so)

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