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Weger verpasst Medaille im Stehendschiessen

Der Schweizer Biathlet Benjamin Weger verpasst an der WM im schwedischen Östersund als Achter eine Medaille nur knapp.

Agentur
sda
Sonntag, 10. März 2019, 19:18 Uhr Biathlon
Liegend perfekt, stehend aber mit drei Fehlern: Benjamin Weger kam an der Biathlon-WM in Östersund in der Verfolgung auf den 8. Platz
Liegend perfekt, stehend aber mit drei Fehlern: Benjamin Weger kam an der Biathlon-WM in Östersund in der Verfolgung auf den 8. Platz
KEYSTONE/AP TT News Agency/ANDERS WIKLUND

Schuld waren drei Fehler im Stehendschiessen. Im Sprint war Weger Zehnter geworden, vor dem ersten Stehend-Schiessen hatte sich der 29-jährige Oberwalliser auf Platz 5 nach vorne gearbeitet. Die Medaille war in Griffweite.

Er ärgerte sich im Ziel entsprechend. «Es ist unglaublich schade, dass ich nicht mehr aus dieser Ausgangslage machen konnte.» Denn der beste Schweizer Biathlet fühlte sich gut, war in der Loipe deutlich schneller unterwegs als am Samstag im Sprint. «Ich fühlte mich saugut, das Selbstvertrauen war unendlich gross», sagte Weger. «Ich weiss, dass ich es drauf hätte.»

So resultierte nach einem weiteren Fehler im zweiten Stehend-Schiessen - ebenfalls mit dem letzten Schuss - mit dem 8. Rang ein weiteres Spitzenresultat, der neunte Top-Ten-Platz in dieser Saison, aber nicht das ersehnte Podest. Es hätte bei der 50. Biathlon-WM die erste Schweizer Medaille werden können. Letztlich fehlten 30 Sekunden auf das Podest, etwas mehr als die Zeit für eine Strafrunde.

Den Sieg holte sich nicht Topfavorit Johannes Thingnes Bö, der nach dem Sprint und bis zum letzten Schiessen geführt hatte. Dann schoss der Weltcup-Dominator aus Norwegen drei Fehler und fiel auf den 2. Platz zurück. Nutzniesser war der Ukrainer Dimitri Pidrutschni, der noch nie auf dem Podest gestanden hatte und nun sensationell die erste Goldmedaille für einen ukrainischen Biathleten holte. Bronze gewann wie im Sprint der Franzose Quentin Fillon Maillet.

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