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Cologna möchte den Engadiner auch 2020 wieder laufen

Am 51. Engadin Skimarathon gibt es durch Dario Cologna und Nathalie von Siebenthal bei den Männern und bei den Frauen Schweizer Siege. Cologna siegte einen Tag vor seinem Geburtstag.

Südostschweiz
Sonntag, 10. März 2019, 12:37 Uhr Engadin Skimarathon

Der Davoser Dario Cologna setzte sich am 51. Engadin Skimarathon zum vierten Mal nach 2007, 2010 und 2017 durch. Er hatte zugunsten des «Engadiners» auf den 50-km-Lauf in Oslo verzichtet, da dieser in diesem Jahr in der klassischen Technik gelaufen wurde. Nun senkte er im Engadin den Streckenrekord deutlich. Der Bündner bog unweit seiner Heimat als Erster einer Siebner-Gruppe auf die Zielgerade ein und wehrte die Angriffe des Franzosen Jean-Marc Gaillard (drei Zehntelsekunden zurück) und des Norwegers Anders Glöersen, Sieger von 2014, (fünf Zehntelsekunden zurück) erfolgreich ab. 

Er habe ein schnelles Rennen erwartet, erklärte Cologna, der sich einen Tag vor seinem 33. Geburtstag gleich selber beschenkte. «Das kam mir entgegen.» Cologna ist zwar kein begnadeter Sprinter. «Ich wusste aber, dass ich eine gute Chance habe, wenn ich als Erster auf die Zielgerade komme.» Und auf die Frage, ob man ihn nun vermehrt an Skiklassikern wie dem Engadin Skimarathon sehen werde, sagte der Davoser: «Im laufenden Jahr nicht, es stehen ja noch Weltcuprennen in Kanada auf dem Programm. Aber vielleicht werde ich im kommenden Jahr im Engadin wieder am Start stehen», so Cologna.

Schweizer-Sieg auch bei den Frauen

Bei den Frauen triumphierte die Berner Oberländerin Nathalie von Siebenthal mit 1:30.41 Stunden gleich bei ihrem ersten Start im Engadin deutlich vor Martine Ek Hagen (2.19,4 zurück) und Enora Latuillère (2.29,7 zurück). Auch sie läuft lieber im Skating-Stil und fuhr nicht zum Weltcup in Oslo. Sie setzte sich im Aufstieg zum Stazerwald ab und kam solo ins Ziel.

«Es war schwierig, weg zu kommen und dann einen langen Teil alleine zu laufen», stellte die 25-Jährige fest, die noch nicht weiss, ob sie ihre Langlauf-Karriere fortsetzen wird. «Als die Gruppe dann wieder näher kam, war ich schon unter Druck.» Sie hielt diesem jedoch souverän statt.

Es ist das zweite Mal in Folge, dass es bei den Männern und bei den Frauen Schweizer Siege gab. Im letzten Jahr gewannen Roman Furger und Nadine Fähndrich, davor hatten die Schweizer Frauen acht Jahre auf einen Heimsieg warten müssen. Bei den Männern hingegen triumphierte zum vierten Mal in Folge ein Schweizer. Seit 2016 wechselten sich Furger und Cologna ab. (sda/so)

Hier findet Ihr Bilder vom 51. Engadin Skimarathon:

Gratulationen des Regierungspräsidenten

Einen speziellen Marathon erlebte der Bündner Regierungspräsident Jon Domenic Parolini. Er war als Ehrengast vor Ort, durfte im Startgelände hinter die Kulissen schauen und anschliessend mit dem Helikopter mit OK-Präsident über das Feld fliegen und das Rennen aus der Vogelperspektive verfolgen. Parolini freute sich über den Schweizer Doppelsieg, besonders über den Sieg des Bündners Dario Cologna. «Für eine Rennteilnahme reicht es mir mit Sicherheit noch nicht. Aber ich habe in den vergangenen Jahren zusammen mit meiner Frau mit dem Langlaufsport begonnen», sagte Parolini im Interview mit RSO-Reporterin Nadja Guetg.

Den Engadin Skimarathon verfolgt Parolini seit Jahren. Er erwähnte die Ausstrahlung des Anlasses und die zahlreichen Teilnehmer, die Jahr für Jahr nach Graubünden und insbesondere in seine Heimat, das Engadin, reisen.

S-chanf. 51. Engadin Skimarathon. Maloja–S-chanf (42 km/Skating). Männer: 1. Dario Cologna (Davos) 1:22:22,9. 2. Jean-Marc Gaillard (FRA) 0,3 Sekunden zurück. 3. Anders Glöersen (NOR), 0,5. 4. Clément Parisse (FRA) 0,7. 5. Cédric Steiner (Davos) 0,8. 6. Maurice Manificat (FRA) 1,6. – Ferner: 12. Jason Rüesch (Davos) 1:20,3. 13. Toni Livers (Davos) 1:20,5. 14. Beda Klee (Wattwil) 1:20,7.

Frauen: 1. Nathalie von Siebenthal (Turbach-Bissen) 1:30:41,1. 2. Astrid Öyre Slind (NOR) 59,0 zurück. 3. Britta Johansson Norgren (SWE) 1:51,9. 4. Anouk Faivre Picon (FRA) 1:56,7. 5. Martine Ek Hagen (NOR) 2:19,4. 6. Enora Latuillière (FRA) 2:29,7. – Ferner: 9. Guiliana Werro (Zernez) 3:28,4. 22. Rahel Imoberdorf (Münster VS) 6:20,0. 28. Fabiana Wieser (Sent) 8:11,3.

Die Gewinner des Engadin Skimarathons seit 2007:
2007: Dario Cologna (SUI) Laurence Rochat (SUI)
2008: Tor Arne Hetland (NOR) Katrin Zeller (GER)
2009: Fabio Santus (ITA) Seraina Mischol (SUI)
2010: Dario Cologna Susanne Nyström (SWE)
2011: Remo Fischer (SUI) Antonella Confortola Wyatt (ITA)
2012: Roman Furger (SUI) Anouk Faivre Picon (FRA)
2013: Pierre Guedon (FRA) Riitta-Liisa Roponen (FIN)
2014: Anders Glöersen (NOR) Riitta-Liisa Roponen
2015: Ilja Tschernoussow (RUS) Anouk Faivre Picon
2016: Roman Furger Anouk Faivre Picon
2017: Dario Cologna Mari Eide (NOR)
2018: Roman Furger Nadine Fähndrich (SUI)
2019: Dario Cologna Nathalie von Siebenthal (SUI)

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