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Vierfacher russischer Triumph im klassischen 50er am Holmenkollen

Alexander Bolschunow gewinnt den prestigeträchtigen 50er in Oslo und übernimmt die Führung im Gesamtweltcup. Die beiden Schweizer Ueli Schnider und Jonas Baumann laufen in die Punkte.

Agentur
sda
Samstag, 09. März 2019, 15:10 Uhr Langlauf
Am Holmenkollen Erster statt wie an der WM viermal Zweiter: Alexander Bolschunow
Am Holmenkollen Erster statt wie an der WM viermal Zweiter: Alexander Bolschunow
KEYSTONE/EPA/SRDJAN SUKI

Die Norweger, die an der WM fast nach Belieben dominiert hatten, mussten im klassischen 50-km-Lauf im Rahmen des Weltcups in Oslo eine böse Schlappe einstecken. Angeführt vom vierfachen WM-Silbermedaillengewinner Bolschunow feierten die russischen Langläufer am Holmenkollen einen Vierfach-Triumph. Bester Norweger war Martin Johnsrud Sundby als Sechster.

In Abwesenheit von Vorjahressieger Dario Cologna liefen die beiden Schweizer Ueli Schnider (23.) und Jonas Baumann (30.) in die Weltcup-Punkte. Im letzten Jahr war in Oslo in der Skating-Technik gelaufen worden. Diesmal bestreitet Cologna wie zum Beispiel auch die Franzosen am Sonntag den Engadin Skimarathon.

Im Gegensatz zur WM, als der Norweger Hans Christer Holund schon früh ausgerissen war, blieb das Feld der Spitzenleute bei harten Bedingungen mit Neuschnee diesmal bis zum Schluss beisammen. Die ersten fünf kamen innerhalb von fünf Sekunden ins Ziel. Die Russen hatten am Ende die besten Beine und revanchierten sich eindrücklich für die WM-Schlappe, als sie ohne Sieg blieben. Russland und Norwegen brachten insgesamt zehn Läufer in die Top 11, der fünftplatzierte Kanadier Alex Harvey, 50-km-Weltmeister von 2017, war der einzige, der in diese Phalanx eindringen konnte.

Bolschunow übernahm mit seinem Sieg vom Tour-de-Ski-Sieger und dreifachen Weltmeister Johannes Hösflot Klaebo die Führung im Weltcup. Der Norweger, für den 50 km (noch) zu lang sind, hielt den Schaden einigermassen in Grenzen, da er bei den Zwischensprints immerhin 47 Punkte holte. Er weist nun 49 Zähler Rückstand auf Bolschunow auf, hofft aber, am Dienstag beim Sprint in Drammen gleich wieder zurückschlagen zu können.

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