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Jenny strahlt: «Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen»

Eine Medaille an einem Grossanlass – in unzähligen harten Trainings schöpfte Ladina Jenny daraus Motivation. An ihrer dritten WM hat es geklappt. Die Snowboarderin aus Uznach ist überwältigt. Auch von den Reaktionen.

Silvano
Umberg
Donnerstag, 14. Februar 2019, 15:52 Uhr Snowboard
Überwältigt: Überglücklich liegt Ladina Jenny nach ihrem Triumph im kleinen Final, der ihr WM-Bronze im Parallel-Riesenslalom eintrug, im Schnee.
Bild Keystone

Etwas Vergleichbares hat Ladina Jenny noch nicht erlebt. Wenig überraschend, die Bronzemedaille im Parallel-Riesenslalom im amerikanischen Park City ist der bisher mit Abstand grösste Erfolg ihrer Karriere. Zwar hatte sie schon zwei Olympischen Spiele (Sotschi 2014 und Pyeongchang 2018) und zwei Weltmeisterschaften (Kreischberg 2015 und Sierra Nevada 2017) bestritten, war dabei aber nicht ansatzweise in die Nähe des Podests gefahren. Das Bestergebnis war Rang 13 im Parallel-Riesenslalom in Südkorea.

«Es hat richtig ‘gräblet’ auf meinem Handy», beschreibt die 25-Jährige die Stunden nach ihrer Bronzefahrt am Montagmittag lokaler Zeit. Unzählige SMS und E-Mails haben sie erreicht. «Ich bin noch gar nicht dazu gekommen, alle Nachrichten zu sichten, geschweige denn zu beantworten.» Auch zum Feiern war noch nicht wirklich Zeit. «Nach Siegerehrung, Dopingkontrolle und Medienkonferenz kam ich ziemlich spät zurück ins Hotel», sagt sie. Zudem wollte sie früh zu Bett, schliesslich stand am Dienstagmorgen noch die zweite Disziplin, der Parallelslalom, im Programm (Rang 13).

Mit der Medaille nach Hawaii

Nachholen will Jenny das Feiern und Beantworten der Gratulationen in den kommenden Tagen, auf Hawaii. Bereits gestern reiste sie zusammen mit fünf Teammitgliedern, darunter ihre Uzner Kollegin Nicole Baumgartner, nach Honolulu. Dort geniesst sie einige Ferientage, ehe es am Montag nach Südkorea weitergeht, wo am Wochenende vom 16./17. Februar die nächsten Weltcup-Einsätze anstehen.

Anders als ihre Snowboard-Ausrüstung, die via Heimat nach Asien verfrachtet wird, machte die Medaille die Reise auf die Pazifikinseln mit. Es sei nicht so, dass sie diese ständig umgehängt habe, aber sie nehme sie immer wieder hervor. «Ein genialer Anblick», sagt Jenny und ergänzt: «Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. An einem Grossanlass eine Medaille zu gewinnen, war seit jeher mein Ziel.»

Der Glaube war da

Wirklich überrascht hat Jenny ihre Leistung nicht, auch wenn sie aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs nicht zum engsten Favoritenkreis gezählt hatte. «Ich fühlte mich in Form und habe im Weltcup ja schon bewiesen, dass ich aufs Podest fahren kann (zweimal war sie Zweite, dreimal Dritte, die Red.). Deshalb habe ich mir eine Medaille absolut zugetraut», erklärt sie.

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