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WM-Bronze für Noé Roth

Noé Roth mischt im zarten Skiakrobatik-Alter von 18-Jahren die Szene auf. Der neuste Erfolg auf seinem kometenhaften Aufstieg: WM-Bronze in Deer Valley.

Agentur
sda
Donnerstag, 07. Februar 2019, 12:39 Uhr Ski Freestyle

Kein Jahr ist es her, als Noé Roth in Weissrussland mit dem Weltmeistertitel bei den Junioren ein erstes Mal auf sich aufmerksam machte. Der Titel war der Startschuss zum rasanten Aufstieg in der Skiakrobatik-Szene. Ihren neusten Höhepunkt fand die Erfolgsgeschichte im Nachtevent in Deer Valley in WM-Bronze bei der Elite. Noé Roth, der Spross von Skiakrobatik-Cheftrainer Michel Roth, avancierte innerhalb von einem Jahr von einem vielversprechenden Nachwuchstalent zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten - in einer Sportart, in der Erfahrung eine gewichte Rolle spielt.

Dass er nicht bloss der Erfahrung wegen an diese Weltmeisterschaften gereist war, zeigte der Zuger bereits im Qualifikations-Wettkampf vom Mittwoch, als er sich die Finalteilnahme mit der Bestnote sämtlicher Athleten sicherte. «Ich wusste, dass ich die Sprünge draufhabe», sagte der WM-Dritte nach seinem Exploit. «Nur beim letzten Sprung, da habe ich die Nervosität ein bisschen gespürt.» Dennoch lieferte der Zuger einmal mehr sauber ab. Sein finaler Sprung, der Full-Double Full-Full brachte ihm 125,22 Punkte und WM-Bronze ein. Der Rückstand auf die Silbermedaille von Olympiasieger Olexander Abramenko betrug nur 1,02 Punkte.

Selbst Vater und Coach Michel hätte seinem talentierten Sohn einen solchen Aufstieg innerhalb von einem Jahr nicht zugetraut: «Damals hätte ich gesagt: 'Die Finalteilnahme ist möglich'.» Nun wurde es eine Medaille. Schon in den Wochen vor den Weltmeisterschaften hatte Roth jr. gezeigt, wie wohl er sich auf amerikanischem Schnee fühlt. Bei den beiden Springen zur WM-Hauptprobe in Lake Placid holte sich Noé jeweils den Sieg. «Er springt aktuell einfach sackstark, darum habe ich vor dem Wettkampf schon gedacht, dass es allenfalls eine Überraschung geben könnte», sagte der Vater und Trainer.

Ob der alles überstrahlenden Bronzemedaille könnte fast vergessen gehen, wie gut sich auch die weiteren Aerials-Athleten unter der Aufsicht von Michel Roth entwickeln. Mit Pirmin Werner (9.) - neben Roth der einzige Athlet in den Finals mit Jahrgang 2000 - und Dimitri Isler (11.) hatten zwei weitere Schweizer die Qualifikation vom Mittwoch überstanden. Einzig Russland mit vier Athleten hatte in den Final-Wettkämpfen der Männer noch einen Athleten mehr gestellt.

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