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Stürze und Frustpotential zum Auftakt

Im Kampf um die ersten Medaillen an den Freestyle-WM in Solitude spielt die Schweiz keine prägende Rolle. Die erste K.o.-Runde bedeutet für die Schweizer unisono das Ende des WM-Rennens.

Agentur
sda
Freitag, 01. Februar 2019, 20:40 Uhr Snowboardcross
Kalle Koblet blieb wie sämtliche Schweizer Snowboardcrosser in der ersten K.o.-Runde hängen
Kalle Koblet blieb wie sämtliche Schweizer Snowboardcrosser in der ersten K.o.-Runde hängen
KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

Mit Kalle Koblet, Nick Watter, Lara Casanova und Sina Siegenthaler hatten sich am Donnerstag vier Swiss-Ski-Athleten das Ticket für den Snowboardcross-Final gesichert. Lange währte die Freude darüber nicht. Noch am Donnerstag-Abend wurde aus dem Quartett ein Trio: Siegenthaler hatte sich bei einem Sturz in ihrem zweiten Qualifikationslauf heftiger verletzt als zunächst angenommen und musste aufgrund einer Hirnerschütterung für die K.o.-Läufe Forfait erklären.

Das Ungemach für die Schweizer Equipe fand im abschliessenden Training ihre Fortsetzung. Nach dem Sturz einer Konkurrentin kam auch die zweite Schweizer Finalteilnehmerin Lara Casanova zu Fall und schlug heftig auf der Schulter auf. Zwar trat die 22-Jährige unter starken Schmerzen zum Viertelfinal an, blieb nach gutem Start als Dritte aber chancenlos im Kampf um einen Platz in den Halbfinals.

Wie für Casanova bedeutete die erste K.o.-Runde auch für Koblet und Watter Endstation. Immerhin überstanden die beiden ihre Achtelfinal-Läufe körperlich unversehrt. Koblet, der sein WM-Debüt in der spanischen Sierra Nevada vor zwei Jahren im 43. Platz beendet hatte, haderte im Ziel allerdings mit seiner Leistung. «Ich war auf dem ganzen Kurs einfach nicht gut unterwegs, in der Qualifikation wie auch im Rennen», befand er. Für Watter, der sein WM-Debüt feierte, war dagegen bereits die Finalqualifikation ein Erfolg.

Mixed-Teamevent in Gefahr

Nach dem Ausfall von Siegenthaler und der Verletzung von Casanova steht für die Snowboardcrosser nun sogar die Teilnahme am Mixed-Team-Event in der Schwebe. «Wir schauen mit den Ärzten, wie schwer die Verletzung ist. Wenn ich die Freigabe erhalte, möchte ich aber unbedingt im Teamevent starten», sagte eine aufgelöste Casanova im Zielraum.

Jacobellis erstmals geschlagen

Den Sieg bei den Frauen holte sich die Tschechin Eva Samkova. Sie triumphierte vor der Britin Charlotte Bankes und Michela Moioli aus Italien. Eine historische Niederlage setzte es für die US-Amerikanerin Lindsey Jacobellis ab. Fünfmal war sie bislang an Weltmeisterschaften im Snowboardcross gestartet, fünfmal hatte die 33-Jährige sich den Titel gesichert. An ihren Heim-Titelkämpfen bedeuteten nun die Halbfinals und Rang 5 das Ende der Siegesserie.

Das Rennen der Männer ging an den Einheimischen Mick Dierdorff. Der 27-Jährige siegte vor dem Österreicher Hanno Douschan und Emanuel Perathoner aus Italien.

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