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«Weil mir die Kleine einen Energieschub gibt»

Der Bündner Skicrosser Alex Fiva hat aufregende Tage hinter sich. Am Mittwoch kam Tochter Nalani zur Welt. Am Sonntagmorgen flog er bereits an die Weltmeisterschaften in die USA.

Südostschweiz
Dienstag, 29. Januar 2019, 10:15 Uhr Alex Fiva vor der WM
Alex Fiva ist beflügelt in die USA an die WM gereist.
OLIVIA ITEM

Heute Dienstag wird Alex Fiva 33 Jahre alt. Am liebsten würde der Parpaner diesen Tag mit seiner jungen Familie verbringen. Erst vergangenen Mittwoch hatte Tochter Nalani das Licht der Welt erblickt – nur vier Tage nach seinem Sieg beim Weltcup im schwedischen Idre. Doch die erste gemeinsame Geburtstagsfeier mit der Tochter muss warten. Bereits am Sonntag ist der mittlerweile zwölffache Sieger eines Weltcuprennens ins US-amerikanische Solitude im Bundesstaat Utah gereist. Dort bereitet sich Fiva auf seine fünften Weltmeisterschaften vor.

«Ich wusste, wenn ich in Idre stark fahre, kann ich Blue Mountain auslassen, um bei der Geburt der Tochter dabei zu sein.»

«Es war nicht einfach, die junge Familie bereits wieder zu verlassen», gibt der frischgebackene Vater am Telefon zu. Doch immerhin hatte er bei der Geburt dabei sein können. Dies, während seine Kollegen vergangene Wochen bei den Weltcuprennen in Kanada weilten. Weil er die WM-Limite bereits in der Vorwoche in Idre schaffte, konnte er guten Gewissens auf einen Start in Blue Mountain verzichten. Fiva erklärt: «Es war perfekt. Ich wusste, wenn ich in Idre stark fahre, kann ich Blue Mountain auslassen, um bei der Geburt der Tochter dabei zu sein. Die Ereignisse haben sich in der vergangenen Woche überschlagen.» Darum sei er umso glücklicher gewesen, die Geburt miterleben zu können. «So etwas erlebt man schliesslich nicht allzu oft», sagt Fiva.

Am Tag X soll es passen

Das WM-Rennen in Solitude findet nächsten Samstag statt. Als Drittklassierter des Gesamtweltcups wird Alex Fiva als einer der Favoriten ins Rennen gehen. Für den Gesamtweltcupsieger von 2013 wäre eine Medaille bei den Titelkämpfen ein weiteres Geschenk, blieb ihm bei bisher vier WM- und zwei Olympia-Teilnahmen der Sprung aufs Treppchen doch bislang verwehrt. Nun will Fiva diesen Schönheitsfehler endlich korrigieren. Weshalb es dieses Mal klappt? «Weil mir die Kleine einen Energieschub gibt», sagt der in Kalifornien geborene Bündner und fügt an: «Es kommt vor allem darauf an, wie gut der Kurs auf mich zugeschnitten ist. Letztendlich muss am Tag X einfach alles zusammenpassen.» (krt)

Freestyle-WM in Park City (USA)

  • 1. Februar: Snowboard Cross
  • 2. Februar: Ski Big Air (mit Giulia Tanno)
  • 2. Februar: Skicross (mit Alex Fiva und Joos Berry)
  • 3. Februar: Snowboard Cross Team
  • 4. Februar: Snowboard Parallel Riesenslalom (mit Nevin Galmarini und Dario Caviezel)
  • 5. Februar: Snowboard Big Air (mit Sina Candrian)
  • 5. Februar: Snowboard Parallel Slalom (mit Nevin Galmarini und Dario Caviezel)
  • 6. Februar: Ski Slopestyle (mit Giulia Tanno)
  • 6. Februar: Aerials
  • 7. Februar: Aerials Team
  • 8. Februar: Moguls
  • 8. Februar: Snowboard Halfpipe
  • 9. Februar: Dual Moguls
  • 10. Februar: Ski Halfpipe
  • 10. Februar: Snowboard Slopestyle (mit Sina Candrian)

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