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Dank Galmarini und mutiger Trainingsmethode

Am Dienstagabend hat der Bündner Alpinsnowboarder Dario Caviezel im österreichischen Bad Gastein sein bestes Resultat seiner Weltcup-Karriere herausgefahren. Für Caviezels Höhenflug gibt es zwei Erklärungen.

Südostschweiz
Mittwoch, 09. Januar 2019, 09:43 Uhr Dario Caviezel auf dem Vormarsch
Für Dario Caviezel lacht derzeit die Sonne.
ARCHIVBILD YANIK BÜRKLI

Der Engadiner Nevin Galmarini gilt aktuell als bester Alpinsnowboarder der Welt. Hinter dem amtierenden Olympiasieger hat sich zuletzt der Churer Dario Caviezel als zweite Kraft bei den Schweizer Männern etabliert. «Ich habe den Besten der Welt im Team und kann mir viel von ihm abschauen», sagte der 23-Jährige vor dem Saisonstart.

Dieser Umstand hat sich am Dienstag beim dritten Saisonrennen im österreichischen Bad Gastein für Caviezel ausgezahlt. Mit Rang 2 im Parallel-Slalom fuhr der Mann vom Skiclub Rätia Chur sein bestes Weltcupresultat ein.

Caviezel freut sich über den zweiten Platz in Bad Gastein

2nd place at the world cup in Bad Gastein! #hellyeah Miha Matavž

Gepostet von Dario Caviezel am Dienstag, 8. Januar 2019

Mut wird belohnt

Vor etwas mehr als einem Jahr war Caviezel beim Parallel-Riesenslalom im italienischen Carezza erstmals auf dem Weltcup-Podest gestanden (Rang 3). Mit dem erstmaligen Einzug in einen Final-Heat folgte für Caviezel am Dienstagabend in Bad Gastein die Bestätigung.

Caviezels neuerlicher Vorstoss in die Weltspitze ist indes nicht nur Resultat der Zusammenarbeit mit Teamleader Galmarini. Vielmehr ist er Indiz dafür, dass er im Training abseits der Piste auf das richtige Pferd gesetzt hat. Seit dieser Saison nutzt der junge Bündner im Kraftraum eine Trainingsmethode, die nicht ganz unumstritten ist. Durch eine künstliche Verminderung der Blutzirkulation (Blood Flow Restriction) erzielt Caviezel einen grösseren Trainingseffekt. Hinzu kommt, dass er dadurch mit niedrigeren Gewichten auskommt. Der Vorteil: Die leichteren Gewichte verhindern einen Muskelkater und sind erst noch schonender für die Gelenke. «Ich konnte enorme Fortschritte erzielen», sagte Caviezel gegenüber TV Südostschweiz bereits im Dezember.

Caviezels Blood Flow Restriction Training

Auch dank der erfolgreichen Arbeit im Kraft- und Konditionsbereich erfreut sich Caviezel derzeit also einer guten Frühform. Nächste Weltcupstation für die Alpinsnowboarder ist am 19. Januar das slowenische Rogla. Anfang Februar steht mit der WM in Park City das Highlight der Saison auf dem Programm. Macht Caviezel weiter wie bisher, wird er auch bei den Titelkämpfen im US-amerikanischen Ski Resort zu den Medaillenanwärtern zählen. (krt)

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