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Keine Perspektive für Skispringer Grigoli

Der Engadiner Skispringer Marco Grigoli sieht nach den Folgen eines Sturzes keine Perspektive mehr für eine Rückkehr in den Spitzensport. Der 25-Jährige tritt im Sommer eine Arbeitsstelle als Heilpädagoge an.

Südostschweiz
Sonntag, 24. April 2016, 15:18 Uhr Umstieg vom Spitzensport
Marco Grigoli spricht über seinen Rücktritt und den Umstieg. Bild Sigi Tischler/Keystone

Am Tag nach dem Weltcup-Final im März im slowenischen Planica wurde der Rücktrittsentscheid von Marco Grigoli offiziell. Gefällt hatte ihn der 25-jährige Engadiner Skispringer bereits zwei Wochen zuvor. Er habe die Sache zuerst für sich emotional verarbeiten wollen, erläutert Grigoli. Eine Alternative existierte jedoch ohnehin nicht. Nach einem schweren Sturz beim Continentalcup im Dezember 2014 in Engelberg kämpfte Grigoli mit erheblichen Problemen im rechten Fuss, der nicht weniger als dreimal operiert werden musste. Längst ging es dabei nicht mehr um den Spitzensport, sondern darum, in Zukunft ein Leben ohne Schmerzen zu führen. Dieses Vorhaben ist auf guten Wegen.

Der Umstieg ins Berufsleben ist derweil längst aufgegleist. Parallel zum Spitzensport liess sich Grigoli zum Primarlehrer ausbilden. Nun erhielt er just am Tag nach dem gefällten Rücktrittsentscheid die Zusage für eine Arbeitsstelle ab Sommer als Heilpädagoge an der Primarschule in Arth-Goldau. Auch im Skispringen soll es weitergehen. Grigoli will mit anpacken – sei es bei der Organisation von Wettkämpfen oder als Helfer beim Nachwuchs. Und er zieht ein positives Fazit seiner Karriere, die nie so richtig Fahrt aufnahm. Er sagt: «16 Jahre Leistungssport waren nicht umsonst. Ich habe viel gelernt fürs Leben.» (jok)

Mehr zu Marco Grigoli und seinem frühzeitig aufgegleisten Umstieg ins Berufsleben in der Zeitung «Südostschweiz» vom Montag

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