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Vom Ersatzgoalie zum Spengler-Cup-Sieger

Südostschweiz
31.12.14 - 18:26 Uhr
Zeitung

Mit Janick Schwendener sprach Hansuedi Camenisch

Janick Schwendener, es tönt wir ein Märchen: Als Ersatztorhüter des HC Davos haben Sie die Saison begonnen; jetzt sind Sie Spengler-Cup-Sieger mit Genf-Servette. Janick Schwendener: Es ist ein unglaubliches Gefühl. Vor ein paar Jahren hatte ich davon noch nicht einmal zu träumen gewagt, dass ich als Aktiver Teil dieses prestigeträchtigen Turniers sein würde. Dass ich jetzt gleich  beim ersten Versuch mit Genf-Servette die Trophäe gewinnen konnte, ist das Tüpfelchen auf dem i. Ich hoffe natürlich, dass weitere Teilnahmen folgen werden.

Sie begannen den Spengler Cup im ersten Match mit Servette als Ersatzgoalie, kamen dann aber nach 42 Minuten zum Einsatz. Wie geht man als Torhüter mit einer solchen Situation um? Diese Situation ist schwierig, doch grundsätzlich muss man als Ersatzgoalie immer bereit für einen Einsatz sein. Ich bereitete mich gewissenhaft auf das erste Spengler-Cup-Spiel von Servette vor, obwohl ich wusste, dass ich in der Startformation nicht vorgesehen war. Für Christophe Bays war es natürlich schade, dass er von einem Puck am Kopf getroffen wurde, spielte er doch bis zu seinem Ausscheiden eine Super-Partie. Ich war natürlich froh, dass wir den Sieg trotz meines Kaltstarts einfahren konnten.

Servette bestritt am Spengler Cup innert sechs Tagen vier Partien und gewann sie allesamt. Welches war aus ihrer Optik der beste Match? Jeder Match war sehr gut. Über 60 Minuten gesehen waren wir in jeder Begegnung die bessere Mannschaft; wir gewannen deshalb verdient

Wie erlebten Sie den Final? Den Russen, die eine Spengler-Cup-Partie mehr als wie in den Beinen hatten, schien der Saft ausgegangen zu sein. Deshalb waren wir über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft.

Den Pokal mit einem Shutout zu erobern, muss für einen Torhüter das Grösste sein. Für einen Goalie ist es immer wunderschön, wenn man zu null spielen kann. Dass dies jetzt gleich im Final der Fall war, macht die Sache einmalig – einfach super. Meine Vorderleute unterstützten mich grossartig, so dass ich wenig heikle Situationen zu parieren hatte.

Sie stehen nach wie vor beim HC Davos unter Vertrag und sind zurzeit am Genf-Servette wegen dessen Verletzungssorgen mit den Goalies ausgelehnt. Am 4.Januar gastiert Servette in der NLA-Meisterschaft in Davos. Für welches Team werden Sie auflaufen? Ich habe noch keine Ahnung. Das müssen der HCD und Servette erst noch miteinander klären. Ich hoffe jetzt erst einmal, dass ich gut ins 2015 rutsche.

Wie verbringen Sie den Silvester-Abend? Ich gehe zusammen mit einigen Kollegen, mit denen ich beim HCD schon bei den Junioren spielte, gemütlich essen.

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