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Gelungener Saisonauftakt für Bündner Unihockeyteams

Den Bündner Teams ist der Start in die neue Unihockeysaison geglückt. Piranha Chur, Alligator Malans und Chur Unihockey durften sich am Samstag über einen Sieg freuen.

Südostschweiz
Sonntag, 13. September 2020, 14:28 Uhr Unihockey

Piranha Chur – Skorpion Emmental Zollbrück 8:5

Im Schlussabschnitt schaltete Piranha Chur nochmals einen Gang höher und sicherte sich den 8:5-Auftaktsieg gegen Skorpion Emmental Zollbrück. Dass der Gast aus dem Emmental das letzte Tor der Partie für sich beanspruchen dufte, störte im Endeffekt niemanden mehr. Piranha-Captain Flurina Marti zeigte sich nach dem Schlusspfiff erleichtert: «Wir haben heute eine gute Leistung gezeigt. Vor allem die Steigerung im Schlussdrittel stimmt mich sehr positiv.» Gerade für Marti war die Partie eine spezielle. Nicht wie normalerweise als Verteidigerin, sondern als Center der zweiten Linie lief sie auf. Vor allem, um auch in der zweiten Angriffsformation den Ball möglichst lange in der Offensivzone behaupten zu können. Erst in den letzten zwanzig Minuten wechselte Marti wieder zurück auf ihre angestammte Verteidigerposition. Womöglich ein gelungener Schachzug, denn dann legte Piranha Chur die entscheidende Distanz zwischen sich und den Gast aus dem Emmental.

Ab der 52. Minute folgten die Tore zum 6:, 7:, und 8:4. Das 5:8 für die Emmentalerinnen war nur noch Resultatkosmetik. Neben den üblichen Leistungsträgern um Marti und Corin Rüttimann konnte vor allem die Tschechin Nela Jirakova überzeugen: mit ihrem robusten Körperspiel, ihren läuferischen Fähigkeiten und einem persönlichen Treffer. Noch nicht wie gewünscht in Szene setzen konnte sich ihre Landsfrau Martina Repkova. Zurecht zur besten Spielerin der Partie gewählt wurde hingegen die 18-jährige Gentiana Behluli. Sie feierte mit zwei Treffern einen traumhaften Einstand im neuen Team. (sas)

Chur Unihockey – Tigers Langnau 6:4

Mit einer starken Willensleistung feierte Chur Unihockey einen wichtigen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten um die Play-off-Plätze: die Tigers Langnau. Der Gast aus dem Emmental zog mit 4:6 den Kürzeren und musste ohne Punkte die Heimreise antreten. Dabei deutete mit Ausnahme der Anfangsphase nicht viel auf dieses Schlussresultat hin. Zwar ging Chur Unihockey mit dem ersten Schuss aufs gegnerische Tor in Führung, aber sogleich nach Wiederanpfiff unterlief Christoph Reich im Churer Gehäuse ein folgenschwerer Fehler, der zum Ausgleich nach knapp 30 gespielten Sekunden führte. Bis zur Pause schraubten die Langnauer das Resultat bis auf 4:1 aus ihrer Sicht in die Höhe. Zwei Mal trafen die Emmentaler aus dem Golden Spot. Hinten fehleranfällig und vorne glücklos – viel deutete nicht auf eine Churer Reaktion hin. Sie kam trotzdem. Mit drei Treffern im Mittelabschnitt war der Ausgleich geschafft und die Hoffnung auf Punkte zurück. Zwei weitere Tore im Schlussdrittel, eines davon ins leere gegnerische Gehäuse, bescherte den Churern den wichtigen Auftaktsieg.

Sandro Cavelti sagte nach dem Spiel: «Für uns war dieser Erfolg extrem wichtig. Denn es ist anzunehmen, dass Langnau die ganze Saison über ein direkter Konkurrent für einen Play-off-Platz bleiben wird.» Routinier Cavelti deutete mit seinen ausländischen Linienpartnern Kym Hyrkkönen und Miro Lehtinen an, wie gefährlich sie für jeden Gegner werden können. Ebenfalls positiv auf sich aufmerksam machen konnte der neu verpflichtete Schwede Pontus Karlson Martell. Ihm gelangen die richtungsweisenden Treffer zum 4:4-Ausgleich und zur zwischenzeitlichen 5:4-Führung. (sas)

Alligator Malans – UHC Uster 6:3

Alligator Malans ist der Start in die neue Saison – zumindest resultatmässig – geglückt. Die Bündner schlagen den UHC Uster mit 6:3, ohne aber wirklich zu überzeugen. «Es war lange ein richtiges Geknorze», gab Malans-Trainer Pius Caluori nach der Schlusssirene zu, «man sah, dass einige Automatismen noch nicht ganz zusammenpassen.» Tatsächlich musste das Heimteam, das ohne die beiden verletzten Ausländer Lukas Veltsmid und Anton Vestlund antrat, gegen die gut organisierten Gäste lange Zeit unten durch.

Fünf Minuten vor Schluss lag Alligator noch mit 2:3 in Rückstand, ehe sich Uster selbst um den Sieg brachte. Nach einer Zweiminutenstrafe gegen sein Team enervierte sich Uster-Coach Simon Meier derart, dass auch er vom Schiedsrichterduo bestraft wurde. Schweden-Rückkehrer Tim Braillard glich in doppelter Überzahl aus, ehe Kevin Berry – dieses Mal auf Pass von Braillard – bei fünf gegen vier die erstmalige Führung für die Bündner erzielte. Bemerkenswert: Bereits die ersten beiden Tore der Malanser fielen im Powerplay. «Das Überzahlspiel war heute der Schlüssel zum Erfolg», so Caluori, der in seinem ersten NLA-Spiel als Cheftrainer nach dem 4:3 aber nochmals zittern musste: Eine Minute vor Schluss glich Uster zum vermeintlichen 4:4 aus, die Schiedsrichter annullierten den Treffer jedoch aufgrund einer Torhüterbehinderung. Remo Buchli und Romano Schubiger trafen schliesslich zum 6:3 Endstand. (rmi)

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