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Chur Unihockey: Auf schnellstem Weg in die Ferien?

Für Chur Unihockey könnte die Heimpartie am Samstag um 19 Uhr gegen Wiler-Ersigen das letzte Spiel der Saison sein. Nach drei Niederlagen im Play-off-Viertelfinal stehen die Bündner mit dem Rücken zur Wand.

Stefan
Salzmann
Donnerstag, 12. März 2020, 09:03 Uhr Mit dem Rücken zur Wand
Chur Unihockey steht gegen den SV Wiler-Ersigen vor dem Ausscheiden.
OLIVIA AEBLI-ITEM

Dass es für Chur Unihockey in der Viertelfinal-Serie gegen den Qualifikationssieger SV Wiler-Ersigen schwer werden würde, war zu erwarten gewesen. Dass Chur nun nach drei gespielten Partien 0:3 in der Serie zurückliegt und somit ein Spiel vor dem Aus steht, kommt ebenfalls nicht ganz unerwartet. Dass die Play-off-Begegnung gegen den Liga-Dominator ausgeglichener verlaufen würde, war denn auch mehr Wunsch- als Realitätsszenario aus Sicht des Aussenseiters. Und doch hätte der Bündner Stadtklub auf engere Partien gehofft.

3:10, 2:10, und 4:13. Ein Torverhältnis von 9:33. Die Endresultate der drei Partien lesen sich brutal und lassen auf den ersten Blick keinen Spielraum für Interpretationen zu. Und doch gibt es Erklärungen, für die jedoch vor allem Wilers Klasse verantwortlich ist.

Kein Team der Liga ist momentan in der Breite besser besetzt als der Qualifikationssieger. Keine andere Mannschaft könnte es sich leisten, Spieler wie Matthias Hofbauer oder Jan Bürki nur in der dritten Linie auflaufen zu lassen. Diese Personalbesetzung führt dazu, dass jede der drei Formationen Spiele entscheiden kann.

Dazu kommt, dass Wiler-Ersigen mit dem finnischen Weltmeister-Trio und dem Slowaken Michal Dudovic überdurchschnittliche Ausländer in seinen Reihen hat.

Und doch war in den vorangegangenen drei Viertelfinal-Partien nicht alles schlecht aus Churer Sicht. In jedem der drei Spiele konnten die Bündner resultatmässig mindestens ein Drittel lang dagegen halten. In der Auftaktpartie stand es sogar nach zwei Abschnitten noch unentschieden, ehe der Titelverteidiger mindestens einen Gang hochschaltete und die letzten zwanzig Minuten mit 7:0 für sich entschied.

Hohe Eigenfehlerquote

Dass Wiler-Ersigen plötzlich das Tempo forcieren kann und Chur Unihockey innert Kürze richtiggehend überrollt wird, ist dann auch einer der grössten Unterschiede zwischen den beiden Mannschaften. Dazu kommt die hohe Eigenfehlerquote bei den Bündnern, mit der sie Wiler immer wieder geschenkte Tore ermöglichen. Trotzdem sind diese einfachen Fehler typisch für eine junge Mannschaft, wie es Chur Unihockey eben ist. Aus solchen negativen Erfahrungen lernt man – das dürfte auch teamintern der Tenor sein, mit Blick auf die nächste Spielzeit.

Am Samstag um 19 Uhr folgt zu Hause gegen Wiler-Ersigen die vierte und womöglich letzte Partie in dieser Viertelfinal-Serie. Wollen die Büdner das frühest mögliche Ausscheiden verhindern, muss ein Sieg her. Damit zumindest am Tag darauf noch ein Spiel in Zuchwil absolviert werden kann. Allem Zweckoptimismus zum trotz: Alles andere als Ferien vom Unihockey wäre für die Churer am Samstagabend eine Überraschung.

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