×

Piranha gewinnt dank Schlussfeuerwerk den Cup

Piranha Chur ist Cupsieger 2020. Nachdem die Kloten-Dietlikon Jets im Vorjahr sowohl im Cup als auch in der Meisterschaft siegreich waren, ist Piranha nun die Revanche gelungen. Mit 7:3 ging das Spiel an die Bündnerinnen.

Patrick
Kuoni
Samstag, 22. Februar 2020, 18:46 Uhr Cupsieg
Piranha Chur ist Cupsieger 2020.
KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Der Frauen-Cupfinal erinnerte in der Startphase etwas an den Cupfinal 2019. Piranha Chur war zu Beginn wacher, zielstrebiger und hatte mehr Ballbesitz. Das schlug sich auch auf der Anzeigetafel nieder. Die erste Unterzahl in der 15. Minute führte nämlich nicht etwa zur Führung der Kloten-Dietlikon Jets, sondern Piranha konnte durch Katrin Zwinggi mit 1:0 in Front gehen. Zwinggi dribbelte sich nach einem Freistoss in der gegnerischen Zone sehenswert durch zwei Kloten-Spielerinnen hindurch und versenkte den Ball hinter Nationalmannschaftstorhüterin Monika Schmid im Netz.

Piranha konnte mit dem Startdrittel auch abgesehen von diesem tollen Unterzahl-Treffer zufrieden sein. Die Churerinnen hatten den gefährlichen ersten Kloten-Sturm rund um Topskorerin Isabelle Gerig über weite Strecken im Griff. Ausserdem gelang es den Hauptstädterinnen immer wieder, sich mit schönen Kombinationen in die gefährliche Zone zu spielen. Kurz vor Drittelsende krönte Piranha den überzeugenden Start mit einem zweiten Treffer. Nicole Capatt fand auf der rechten Seite die Lücke und lancierte auf der linken Seite Zwinggi, die im zweiten Versuch auf 2:0 erhöhen konnte. Kloten-Dietlikon hatte ebenfalls seine Möglichkeiten, scheiterte aber immer wieder an Piranha-Hüterin Jill Münger.

Kloten kommt in Fahrt

Die Zürcherinnen erhöhten aber mit zunehmender Spieldauer die Pace merklich. War es im ersten Abschnitt noch Piranha, welches über das Spieldiktat verfügte, so war es nun eher Kloten-Dietlikon, das zu den gefährlichen Torchancen kam. Dem Anschlusstreffer am nächsten kam lange Zeit Julia Suter. Die Nationalspielerin der Jets traf in der 30. Minute aber nur die Latte. In dieser Phase des Spiels konnte sich Münger immer wieder mit tollen Paraden auszeichnen. Just gegen Ende des zweiten Abschnitts, als Piranha wieder etwas aufkam, gelang Kloten tatsächlich der Anschlusstreffer. Michelle Wiki konnte mittels eines Drehschusses reüssieren.

Die Spannung vor dem Schlussdrittel war greifbar. Es stellte sich die Frage, ob Kloten-Dietlikon wie im Cup 2019 das Resultat erneut im Schlussdrittel auf den Kopf stellen kann, oder es Piranha endlich einmal gelingt, das Spiel nach Hause zu bringen. Die Piranha-Fans im Berner Wankdorf mussten bereits früh zittern. Denn in der 44. Minute gelang den Zürcherinnen der Ausgleich. Hana Konickova schloss aus der Distanz erfolgreich ab.

Allzu sehr wurden die Nerven der Piranha-Fans trotzdem nicht strapaziert. Denn Piranha liess sich durch dieses Gegentor nicht verunsichern. Stattdessen war es der Startschuss zu einem regelrechten Schlussfeuerwerk der Churerinnen. Genau vier Minuten nach dem Gegentreffer schoss Piranha-Topskorerin Corin Rüttimann, Schmid musste abprallen lassen und Seraina Ulber verwertete den Abpraller.

Fünf Minuten später stand dann plötzlich ein 7:2 auf der Anzeigetafel. Bei Piranha fand nach dem befreienden 3:2 plötzlich jeder Schuss den Weg ins Tor, bei Kloten-Dietlikon lief gar nichts mehr zusammen. Die Zürcherinnen versuchten es auch noch mit sechs Feldspielerinnen, mehr als Resultatkosmetik gelang ihnen aber nicht mehr. Piranha holt sich den Cup 2020 mit 7:3.

Sieg und Niederlage für Cazis
Vor dem ersten Grossfeld-Finale sind bereits die beiden Kleinfeld-Finale über die Bühne gegangen. In beiden Spielen war mit Blau-Gelb Cazis ebenfalls eine Bündner Mannschaft vertreten. Jubeln konnten am Ende aber nur die Herren. Mit 15:11 gewannen die Cazner gegen den UHC Kappelen und machten somit den Cuphattrick perfekt. Weniger gut lief es den Damen. Diese verloren gegen den Westschweizer Klub Semsales mit 1:5. Mehr zu den beiden Kleinfeld-Spielen gibt es am Montag ab 18 Uhr auf TV Südostschweiz.

Kommentar schreiben

Kommentar senden