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Piranha verliert trotz Chancenplus

Piranha Chur zeigte im Spiel um Platz 3 am Champions Cup eine sehr gute Vorstellung, scheiterte aber gegen den finnischen Meister SB-Pro am eigenen Unvermögen. So mussten die Churerinnen am Ende mit 3:5 als Verliererinnen vom Feld.

Patrick
Kuoni
Freitag, 04. Januar 2019, 12:26 Uhr Unihockey
Alessandra Schneller scheitert an der finnischen Hüterin Tiltu Siltanen.
KEYSTONE

Das Spiel am Freitagmorgen gegen das finnische Team SB-Pro gestaltete sich deutlich ausgeglichener als noch der Halbfinal, der am Donnerstag gegen das schwedische Spitzenteam IKSU mit 11:5 verloren ging. Dies widerspiegelte sich auch auf der Anzeigetafel. 2:2 lautete das Ergebnis nach 40 Spielminuten. Piranha hielt den finnischen Meister über weite Strecken im Schach und die besseren Chancen gehörten den Churerinnen. Trotzdem geriet Piranha immer wieder ins Hintertreffen. In der 13. Minute verpasste Alessandra Schneller die Führung, im direkten Gegenzug schlug es hinter Piranha-Hüterin Jill Münger ein. Nachdem Nicole Capatt in der 17. Minute nach toller Vorlage aus der eigenen Zone von Corin Rüttimann ausgleichen konnte, konnten die Finninnen kurz vor der ersten Sirene erneut reagieren. Nea Suominen traf mit einem satten Handgelenkschuss von der linken Seite. Nachdem es lange Zeit keine Tore mehr zu bestaunen gab, gelang Piranha in der 34. Minute der verdiente Ausgleich. Seraina Ulber wurde nach einer tollen Freistossvariante geschickt von hinter dem gegnerischen Tor von Corin Rüttimann angespielt und hatte keine Mühe den Ball im Tor unterzubringen.

Ein Spiel auf Messers Schneide

Die Zuschauer erwartete ein spannendes Schlussdrittel. Jeder Fehler oder jede Einzelaktion konnte das Spiel entscheiden. Piranha schien dem wichtigen 3:2 näher als SB-Pro. Die Churerinnen hatten deutlich mehr Ballbesitz und verzeichneten auch mehr gefährliche Torschüsse auf das finnische Tor. So verpasste Flurina Marti in der 46. Minute aus guter Position nur knapp, nachdem sie nur ungenügend von den finnischen Verteidigerinnen abgedeckt wurde und durch die finnische Abwehr spazieren konnte. Doch leider gelang es Piranha in dieser Anfangsphase dieses Schlussdrittels nicht tatsächlich einen Ball im Tor unterzubringen. Die Finninnen bestraften dies eiskalt. Bei einer 6:5-Situation (Strafe gegen Piranha war angezeigt) nutzten die Finninnen die Gunst der Stunde und trafen nach einem platzierten Weitschuss von Heidi Lirkki in der 48. Minute. Und die Finninnen legten sogleich nach: Laura Hietamäki entwischte in der 51. Minute der Churer Abwehr und bezwang Münger souverän.

Es war aus Sicht der Piranha-Fans zum Verzweifeln. Trotz Chancenplus sah es nach einer erneuten Niederlage am Champions Cup aus. Doch die Churerinnen steckten nicht auf und suchten den Anschlusstreffer mit noch grösserer Vehemenz. Ulber war es, der in der 54. Minute das längst überfällige Tor für Piranha gelang. Sie traf aus kurzer Distanz nach guter Übersicht von Rüttimann. Auch in der Folge spielte nur noch das Team aus der Bündner Hauptstadt. Doch die Zeit wurde zunehmend knapp und Piranha musste mehr riskieren. Und so kam es, wie es häufig kommt, anstatt dem 4:4 fiel nach einem Konter das 5:3.

Damit steht Piranha am Ende an diesem Champions Cup mit leeren Händen da.

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