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«Traue unserem Team einiges zu»

Pascal
Spalinger
16.09.22 - 16:44 Uhr
Schweiz und Welt
Unknown
Daniel Jussel, der neue Trainer des Fanionteams.

DZ: Daniel Jussel, wie sind Sie zum Trainerjob beim FCD-Fanionteam gekommen?

Daniel Jussel: Mein Ziel war ohnehin, irgendwann einmal die erste Mannschaft als Trainer betreuen zu können. Als bereits im letzten Winter festgestanden hatte, dass Thim van der Laan als Cheftrainer nicht mehr weitermachen würde, hatte ich beim Vorstand angefragt. Ich bin froh, dass ich nach der Zusage ein paar Monate Zeit hatte, mich auf die neue Herausforderung vorzubereiten.

Inwiefern war dies wichtig?

Ich musste mir zum Beispiel klar werden, ob wir das bisherige Spielsystem beibehalten oder in der höheren Liga etwas Anderes einführen wollen und wie ich die Trainingsvorbereitung gestalten möchte. 

Inwiefern bringen Sie die nötige Ausbildung respektive Erfahrung mit, um den Trainerjob erfolgreich ausüben zu können?

Ich war ja bis Ende der letzten Saison noch selber Teil des Fanionteams und kenne dieses daher sehr gut. Ebenfalls war ich davor schon seit zehn Jahren Juniorentrainer im FC – zuletzt bei den A-Junioren. Und ich besitze das UEFA-B-Diplom, dank dem ich Teams bis zur 2. Liga interregional trainieren dürfte.

In zwei Cup-Partien machte Ihr Team keine gute Figur, und es setzte klare Niederlagen ab. Wo sehen Sie die Gründe?

Wir hatten diverse Absenzen und setzten deshalb viele junge Spieler ein. Zudem probierten wir einiges aus. Das ist nicht aufgegangen, und ich musste danach nochmals über die Bücher.

Was macht für Sie den Reiz aus, das Traineramt auszuüben?

Die Herausforderung, 20 verschiedene Charaktere zu einer Einheit zu formen, hat für mich den grössten Reiz. Ich muss die richtige Mischung sowie die richtige Sprache auf und neben dem Platz finden. Das Team hilft sich jedoch gegenseitig, was meine Arbeit enorm erleichtert. Zudem haben wir das Kader vergrössert, damit immer genügend Leute im Training dabei sind.

Wie sind Sie mit dem Saisonauftakt zufrieden?

Hätte mir jemand vor Saisonbeginn gesagt, dass wir nach drei Spielen in der 4. Liga sieben Punkte aufweisen würden, hätte ich glatt unterschrieben. Defensiv haben wir vor allem in der letzten Partie, dem 3:0 auswärts gegen Celerina, schon gute Arbeit geleistet. Spielerisch sind wir aber noch lange nicht am Ende unserer Möglichkeiten angelangt.

Was erwarten Sie von Ihrem Team auf dem Trainingsplatz und während der Spiele?

Für mich ist sicherlich in erster Linie die Einstellung und die Einsatzbereitschaft jedes Einzelnen wichtig. Wenn du zum Beispiel im Spiel einen Ball verlierst oder einen Fehlpass spielst, ist dies für mich nicht so schlimm. Viel wichtiger ist mir aber, wie die Reaktion darauf aussieht, dass die Mannschaft sofort umschaltet und versucht, den Ball wieder zu erobern.

Sie haben erwähnt, dass das Team personell aufgestockt worden sei. Aber wohl nicht nur, damit genug Personen am Training teilnehmen, oder?

Wir können damit natürlich auch den internen Wettbewerb ankurbeln, was das Niveau auf Dauer erhöhen sollte. Zudem ist eine grosse Auswahl auch insofern praktisch, als dass wir uns den Gegnern taktisch anpassen können. Gegen eher physisch starke Gegner stelle ich dann den einen oder anderen Spieler mehr auf, der ebenfalls robust ist. Und gegen spielstarke Widersacher brauchen wir dann eher den ein oder anderen Künstler mehr, sodass wir bei eigenem Ballbesitz spielerisch dagegenhalten können. 

Welche Ziele hat sich das Team für die laufende Saison gesetzt?

Unser vorrangiges Ziel bleibt weiterhin, möglichst schnell nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben und damit den Ligaerhalt zu sichern. Sollten wir schon früh genügend Punkte haben, könnte auch ein Rang in den Top-Drei der Gruppe zum Ziel werden. Mittelfristig – also über diese Saison hinaus – traue ich unserem Team einiges zu.

Bis im Sommer spielte Jussel noch selber (vorne, Dritter von rechts).
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