32 Kämpfende erreichten den nächsten Gurt
Am vergangenen Samstag absolvierten über 32 Taekwondo-Kämpfende aus Davos und Winterthur ihre Prüfung zum nächsthöheren Gurt. Pünktlich um 9 Uhr standen alle Schüler der Prüfungskommission um Grossmeister Renato Marni und Master Matthias Hoppler gegenüber.
Am vergangenen Samstag absolvierten über 32 Taekwondo-Kämpfende aus Davos und Winterthur ihre Prüfung zum nächsthöheren Gurt. Pünktlich um 9 Uhr standen alle Schüler der Prüfungskommission um Grossmeister Renato Marni und Master Matthias Hoppler gegenüber.
Zuerst stand Fundamentales – Grundstellungen, Kicks, Schläge und Blocks – an. Amy Schibli, Trägerin des ersten Dan, übernahm diesen Part und zeigte den Prüflingen vor, was zu tun war. Je höher die Gurte, desto schwieriger wurden die Kombinationen. Zu guter Letzt griff Grossmeister Renato Marni auch noch ein, und die übrig gebliebenen Blaugurte mussten nun auch noch seine anspruchsvollen Kombinationen ausführen.
Es ging Schlag auf Schlag weiter. Gurtstufe für Gurtstufe wurden die sogenannten «Tuls» (Formen) gezeigt. «Chon Ji», «Dan Gun», und wie sie alle heissen. Als weiterer Teil des Prüfungsprogramms kamen bei den tieferen Farbgurten die Dreischritte und bei den Blaugurten die Einschritte dazu. Immer wieder gab es korrigierende Inputs seitens der Prüfungskommission. Teils waren die Schläge und Blocks zu schwach, oder speziell bei den Einschritten liess die Sprungkraft der Schüler etwas zu wünschen übrig. Für die Blaugurte gehörten zusätzliche Selbstverteidigungstechniken, sogenannte «Hon-Sin-Sul», welche den ersten Teil abschlossen, auch noch zur Prüfung.
Die Kleinsten überzeugten
Anschliessend waren die Jüngsten, die «Little Ninjas», mit ihrer Prüfung dran. Auch sie mussten diverse Grundstellungen, Kicks, etc. zeigen. Abgerundet wurde ihr Pflichtprogramm mit dem Zeigen des «Tuls». Zur Freude aller Little Ninjas verkündete Grossmeister Renato Marni anschliessend, dass alle ihre Prüfung bestanden hatten.
Für die anderen Schüler ging es nun mit dem zweiten Prüfungsteil weiter. Als Erstes stand der Kampf an. Runde für Runde wurde mit immer wieder wechselnden Partnern gekämpft. Ob Klein oder Gross, alle gaben vollen Einsatz. Ab dem grünen Gurt gehörte auch der Bruchtest zur Prüfung. An diesen Teil machten sich die Schüler nun als Nächstes. Gemäss der vorgegebenen Technik durch Grossmeister Renato Marni zerschlugen die Prüflinge nach und nach die verschieden dicken Bretter.
Lektion vom Judo-Meister
Wie immer gab es auch einen obligatorischen Seminarteil als Bestandteil der Prüfung. Diesmal war Judo-Meister Siudzinski aus Polen zu Gast, um den Taekwondo- Schützlingen Einblick in diese Kampfsportart zu bieten. Diverse Griff- und Wurftechniken wurden demonstriert, welche anschliessend gegenseitig ausprobiert werden konnten. Highlight war die Fall- und Flugschule, bei welcher das saubere Fallen und Fliegen auf den Hallenboden geübt wurde.
Die Prüfung fand auch nach über drei Stunden noch kein Ende. Zum Abschluss gab es nochmals einen Block Selbstverteidigungstechniken mit Master Matthias Hoppler. Kurz vor 13 Uhr war es aber dann doch soweit, und alle Schülerinnen sowie Schüler stellten sich auf zur Verkündigung der Prüfungsresultate. Grossmeister Renato Marni und Master Matthias Hoppler riefen einen Schüler nach dem anderen nach vorne, um ihm sein Resultat mitzuteilen. Nicht alle Schüler erhielten ihren neuen Gurt, da teils Prüfungselemente noch nachgeholt werden müssen.
Auch dieser Test hat gezeigt, dass einem in dieser Sportart nichts geschenkt wird. Es muss hart gearbeitet werden, um zu seinen Zielen zu kommen. Es benötigt nicht nur physische Fähigkeiten, ganz entscheidend ist auch das «Mindset». Die beste Prüfung bei den Erwachsenen absolvierte Pascal Müller mit der Note 5.5 zum roten Streifen, und bei den Jugendlichen erreichte Kaya Sümer die Note 5.2 zum roten Streifen. Bei den Kindern erzielte Micha Blatter die Bestnote 5.4 zum blauen Streifen.
Fotos und Infos unter taekwon-do.ch
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