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Mit 18 Bündnerinnen und Bündnern und drei Geschwisterpaaren in die neue Skisaison

Der Ski-Weltcup steht in den Startlöchern. Höchste Zeit also, um mit dem Präsidenten des Bündner Skiverbands vorauszuschauen. Gaudenz Bavier über Geschwisterpaare, Erwartungen und vieles mehr.

Stefan
Salzmann
30.09.22 - 13:10 Uhr
Ski alpin
Präsident des Bündner Skiverbandes: Gaudenz Bavier traut seinen Athletinnen und Athleten einiges zu.
Präsident des Bündner Skiverbandes: Gaudenz Bavier traut seinen Athletinnen und Athleten einiges zu.
Bild Yanik Bürkli

In weniger als einem Monat startet mit den Riesenslaloms in Sölden die neue Weltcupsaison der Skifahrerinnen und Skifahrer. In dieser Saison mit dabei sind auch 18 Bündner Athletinnen und Athleten. Gaudenz Bavier, der Präsident des Bündner Skiverbands, nimmt zu verschiedenen Themen Stellung. 

Zur Anzahl von 18 Bündner Skirennfahrerinnen und -fahrern: 

Im Vergleich mit den anderen Regionalverbänden haben wir vom Bündner Skiverband am meisten Athletinnen und Athleten in den Swiss-Ski-Kadern. Neu gehören Anuk Brändli, Tom Zippert und Federico Toscano dazu. Carlo Janka und Luana Flütsch sind  zurückgetreten. Würde Selina Egloff diese Saison nicht pausieren, wären es gar 19 Athletinnen und Athleten. Zudem haben vier Bündner Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer die Selektion ins Nationale Leistungszentrum geschafft. Damit kann ich sagen, dass die Anzahl im Vergleich zu vergangenen Jahren stabil geblieben ist. 

Die Saison nach Carlo Janka: Der erfolgreiche Bündner Skirennfahrer ist nicht mehr dabei.
Die Saison nach Carlo Janka: Der erfolgreiche Bündner Skirennfahrer ist nicht mehr dabei.
Bild Livia Mauerhofer

Zu den drei Bündner Geschwisterpaaren auf höchster Stufe: 

Neu ist diese Entwicklung nicht. Es gab schon immer Geschwister in den Swiss-Ski-Kadern. Gerne erinnere ich an die Gebrüder Hemmi und Hangl oder die Geschwister Berthod und Jenal. Seit Jahren gibt es die Gebrüder Caviezel, seit Kurzem auch die Simonets und nun macht Tom Zippert mit dem Aufstieg ins C-Kader ein drittes Brüderpaar perfekt. Dies zeigt, dass in diesen Familien der Stellenwert des Skirennsports besonders hoch ist und die Eltern sich für die Skikarrieren ihrer Kinder einsetzen. Ohne Unterstützung des Elternhauses ginge so etwas nicht.  

13 Männer und 5 Frauen zeigen ein klares Ungleichgewicht im Bündner Skirennsport:

In der Tat ist die Anzahl Athletinnen des Bündner Skiverbandes in den Swiss-Ski Kadern geringer. Das war schon immer so. Genau so ist und waren aber im Ostschweizer Skiverband (OSSV) die Frauen immer stärker vertreten als die Männer. Warum dies so ist, darüber kann ich nur spekulieren, denn wir fördern die Juniorinnen und Junioren gleichermassen. Wir hatten aber im vergangenen Jahr fünf Rücktritte aus dem Kader der Juniorinnen, das bereitet mir schon etwas Sorge. Die meisten dieser Athletinnen sind aus Motivationsgründen zurückgetreten und setzen auf die berufliche Ausbildung.

Nach langer Trainingszeit: Mauro Caviezel plant, auf Schnee wieder für Schlagzeilen zu sorgen.
Nach langer Trainingszeit: Mauro Caviezel plant, auf Schnee wieder für Schlagzeilen zu sorgen.
Bild Olivia Aebli-Item

Das ist den Bündner Fahrerinnen und Fahrern zuzutrauen: 

Ich traue allen Bündner Fahrerinnen und Fahrern gute Resultate zu. Wie es aussieht, hat Mauro Caviezel seine gesundheitlichen Probleme im Griff. Ich hoffe, dass auch Silvano Gini dort weitermachen kann, wo er vor seiner Verletzung aufhören musste. Fadri Janutin und Livio Simonet haben anlässlich des Weltcupfinals, wo sie im Mannschaftswettkampf siegen konnten, gezeigt, welches Potenzial in ihnen steckt.

Diese Athletinnen und Athleten dürften für positive Schlagzeilen sorgen: 

Gespannt bin ich, ob sich Stefan Rogentin weiter steigern kann, es wäre ihm zu gönnen. Auch Gino Caviezel, Sandro Simonet und Jasmine Flury haben bereits gezeigt, dass sie im Weltcup aufs Podest fahren können. Letztlich hoffe ich auch, das Vanessa Kasper und Stephanie Jenal bei den Frauen den Anschluss an die Top 15 im Weltcup schaffen werden.

Podestfahrerin: Jasmine Flury weiss, wie sich der Sprung in die Top 3 anfühlt.
Podestfahrerin: Jasmine Flury weiss, wie sich der Sprung in die Top 3 anfühlt.
Bild Olivia Aebli-Item
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