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Are: nicht mondän, aber mit grosser Tradition

Are ist nicht so mondän wie Beaver Creek in Colorado und St. Moritz, wo die letzten zwei alpinen WM stattgefunden haben. In Schweden gehört der Ort gleichwohl zu den wichtigsten Wintersport-Resorts.

Agentur
sda
Sonntag, 03. Februar 2019, 15:00 Uhr Ski alpin
Der Zielraum in der schwedischen Skistation Are - im Hintergrund der gefrorene See (Archivbild)
Der Zielraum in der schwedischen Skistation Are - im Hintergrund der gefrorene See (Archivbild)
KEYSTONE/AP/ELVIS PIAZZI

Are hat rund 3000 Einwohner und liegt in Mittelschweden in der Provinz Jämtland, knapp 100 Kilometer nordwestlich von Östersund, am 6400 Quadratkilometer grossen See Aresjön. Das Wintersportgebiet erstreckt sich auf einer Höhe von 380 bis 1274 Metern über Meer. Die höchste Erhebung ist der 1420 Meter hohe Areskutan, an dessen Fuss sich die WM-Pisten befinden.

Der Tourismus, der sich vorerst auf die Sommermonate beschränkt hat, hat in Are eine lange Tradition. Die ersten Gäste hatten sich bereits ums Jahr 1882 eingefunden. In der Winterzeit attraktiv wurde der Ort durch den Bau einer Bergbahn, die im Frühjahr 1910 eröffnet wurde. Sie ist heute noch in Betrieb. Der erste Skilift wurde 30 Jahr später eröffnet, danach wurde das Angebot an Beförderungslagen stetig erweitert. Heute stehen insgesamt 31 Bahnen und Lifte zur Verfügung, die 91 Pistenkilometer erschliessen.

Die stärkste Entwicklung nahm Are in den Jahren 1970 bis 1990. In dieser Zeit wurde viel in die Infrastruktur investiert und wurden neben Liftanlagen Hotels, Ferienwohnungen, Restaurants, Bars und Diskotheken gebaut. Ausserdem wurde das Angebot für die Gäste um Mountainbike-Strecken ergänzt, womit Are um eine Sommer-Attraktion reicher wurde. Es war einer der letzten Schritte zur Destination mit Ganzjahresbetrieb.

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