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Auszeichnung für Glarner Schwinger Mario Tschudi und Beni Rhyner

Mit dem Herbstschwinget Unteriberg ist am Samstag die Freiluftsaison abgeschlossen worden. Der Schlussgang war ein kantonsinternes Duell zwischen Marco Ulrich und Ueli Hegner. Die Glarner überzeugten.

Südostschweiz
04.10.22 - 04:30 Uhr
Schwingen
Guter Auftritt: Mario Tschudi (links) wird in Unteriberg Sechster.
Guter Auftritt: Mario Tschudi (links) wird in Unteriberg Sechster.
Bild Taria Hösli

Am Eidgenössischen Schwingfest musste Marco Ulrich den Wettkampf im sechsten Gang wegen einer Prellung aufgeben. «Doch schon am Tessiner spürte ich, dass es wieder besser geht, und mein Ziel war es, beim Freiluftwettkampf-Ausklang nochmals einen guten Wettkampf zu zeigen», so die Worte des Siegers. Der Cousin des langjährigen Spitzenschwingers Andreas Ulrich bezwang im Schlussgang bei unaufhörlichem Dauerregen den Höfner Ueli Hegner in der zweiten Minute mit Kurz. «Da ich einen Viertelpunkt Vorsprung auf ihn hatte, lag es nicht an mir, den Gang zu diktieren. Doch letztlich wollte ich es so kurz wie möglich machen und raschmöglichst an die Wärme», sagt Ulrich weiter.

Ulrich und Hegner bestritten den Schlussgang als sechsten Gang, als Zusatzgang. Somit waren ihnen die Ränge eins und zwei vorzeitig sicher. Denn zuvor entschied man sich, den Wettkampf nach dem fünften Gang abzubrechen. Der Platz war dermassen durchnässt, die Schwinger froren und die Dunkelheit brach bereits über den Aubrig herein, waren doch zugleich auch noch 233 Jungschwinger zu den 85 Aktiven auf demselben Platz im Einsatz.

Erster Rangfestsieg

Marco Ulrich stellte im Anschwingen mit dem Zuger Dominik Waser. Dann bezwang er Corsin Jörger, Janik Korrodi, Gian-Maria Odermatt und den Führenden nach vier Gängen, Alex Styger. Es war der erste Rangfestsieg für den 25-jährigen Mythenverbändler. Ueli Hegner stellte ebenfalls ein Duell, und zwar im zweiten Gang mit Andy Murer. Roger Baumann, Kevin Steinauer, Niklaus Scherer und Corsin Jörger warf der Ausserschwyzer auf den Rücken. Bruno Suter, ein Klubkamerad von Ulrich, war der einzige Schwinger, der mit drei Siegen startete, doch mit dem Unentschieden gegen Toni Omlin verpasste er den Schlussgang.

Der Zuger Dominik Waser hatte auch noch Schlussgangambitionen, verpasste aber im fünften Gang gegen Christian Lagler die Maximalnote. Suter und Waser wurden Dritte, gefolgt vom abtretenden Markus Effinger. Der Alpthaler wie auch Roland Kälin, der wegen einer Bizepsverletzung nicht mittun konnte, und auch der Muota-thaler Andreas Gwerder bestritten ihr letztes Schwingfest.

Tschudi bester Glarner

Einen guten Auftritt zeigte Mario Tschudi. Der Ennendaner legte im Anschwingen Andrin Kauflin und Nicola Suter auf den Rücken. Gegen Bruno Suter bezog er seine einzige Niederlage, ehe er den bekannten Ringer Andy Murer stellte. Mit dem abschliessenden Sieg über Mauro Kryenbühl wurde er bester Glarner im Rang 6i. Auch die Auszeichnung gab es für Beni Rhyner. Der Ennendaner verlor zwei Duelle (Adi von Euw und Markus Schnider), gewann aber auch drei gegen Stefan Gemsch, Remo Niederöst sowie Damian Ulrich. Dies ergab Rang 10a für den Zimmermann.

Den umgekehrten Weg ging Tobias Fässler. Er gewann am Morgen beide Kämpfe, doch mit drei Niederlagen in Serie blieb er im Rang 13c ohne Auszeichnung. Michael Laager aus Mollis schied nach dem ersten Gang verletzt aus. Einen schweren Stand hatte Patrik Schiesser. Dem Linthaler behagte die Kälte gar nicht. Mit nur einem Sieg aus fünf Duellen war er im Rang 17 für einmal der hinterste Glarner.

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