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Wird der Traum vom Heim-Kranz wahr?

Pascal
Spalinger
24.07.21 - 08:00 Uhr
Schwingen
12.6._schwingen_stimmung
Am Wochenende findet der Sertig-Schwinget statt.
DZ-Archiv

Am Samstag wird um 8.30 Uhr mit dem Anschwingen gestartet. Da es sich für einmal nicht um ein regionales, sondern ein kantonales Schwingfest handelt, an dem man Kränze gewinnen kann, ist das Teilnehmerfeld wesentlich stärker als in vorherigen Jahren. Neben den traditionell teilnehmenden Delegationen des Schwingclubs Trub aus dem bernischen Emmental sowie aus Schattdorf im Kanton Uri treten heuer diverse Kämpfer in den Sägemehl-Ring, die schon an Eidgenössischen Schwingfesten in die Kränze gekommen sind. Zu den Topfavoriten um den Tagessieg gehört sicher der Bündner Armon Orlik. Er wird unter anderem von den beiden Appenzellern Michael Bless und Raphael Zwyssig, den Zürchern Samir Leuppi und Fabian Kindlimann sowie dem Glarner Roger Rychen gefordert. Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind die St. Galler Tobias Riget und Lars Geisser. Ob es Christian Biäsch angesichts der starken Gegnerschaft zu einem Kranzgewinn reicht, wird sich zeigen. Einerseits befindet sich der Sertiger in einer guten Form, wie er in den vorherigen Schwingfesten bewiesen hat. Andererseits ist er als Platzchef und OK-Mitglied zusätzlich gefordert. Er sieht dies aber eher als Vorteil: «So besteht weniger die Gefahr, dass Nervosität einkehrt.» Insgeheim hofft er aber schon darauf, im Kampf um die Kränze ein Wörtchen mitreden zu können. «Einen Kranz zu machen im Sertig, ist mein Traum, und ich werde alles dafür geben.»

Grosse Vorfreude bei den Kleinen

Am Sonntag (Anschwingen um 9 Uhr) werden sich anlässlich des Buebe-Schwingets rund 150 Kinder von 8 bis 15 Jahren in diversen Alterskategorien gegenüberstehen. Am Start sein wird auch eine stattliche Davoser Delegation. Die Kinder würden sich schon lange auf ihr Heim-Schwingfest freuen, dann aber wohl zu Beginn besonders nervös sein, erklärt Biäsch. Top-Resultate erwartet er von seinen Schützlingen, die zum ersten Mal vor eigenem Anhang antreten werden, nicht. «Die Jungen sollen Spass haben und Fortschritte machen, das ist die Hauptsache. Zu was es am Ende reicht, wird man dann sehen.»

Nicht ohne Covid-Zertifikat

Da es sich um eine sogenannte «Grossveranstaltung» über 1000 Personen ­handelt, besteht eine Covid-Zertifikatspflicht auf dem Festgelände. Somit haben Festbesucher, Gäste, Schwinger und Kampfrichter Zutritt, die über ein gültiges Covid-Zertifikat verfügen. Ein gültiges Covid-Zertifikat ist durch eine vollständige Impfung oder via eines Tests erhältlich. Mit einem PCR-Test ist das jeweilige Zertifikat 72 Stunden gültig, mit dem Antigen-Schnelltest 48 Stunden. Im Weiteren muss den allgemein gültigen Hygienemassnahmen sowie der Eigenverantwortung weiterhin Sorge getragen werden. Es wird zwei Möglichkeiten zur Zertifikatskontrolle geben: Eine beim Reitstall Frauenkirch sowie eine direkt beim Ticketverkauf im Sertig. Wer kontrolliert ist und ein gültiges Zertifikat vorgewiesen hat, erhält einen farbigen Eintrittsbändel. «Wir wollen den Fans die Möglichkeit geben, wieder unter einigermassen normalen Umständen ein Schwingfest besuchen zu können», erklärt Biäsch. Eines kann aber auch er nicht verhindern: Im öffentlichen Verkehr herrscht nach wie vor Maskenpflicht. Dies sollte Fans guten Schwingsports jedoch nicht abhalten, am Samstag und Sonntag den Weg ins Sertigtal zu finden. 

Infos, auch zu Parkierungsmöglichkeiten und Shuttlebus, gibt es im Internet unter www.sertigschwinget.ch

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