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Reichmuth holt mit dosiertem Risiko den Sieg

Der Zuger Pirmin Reichmuth triumphiert erstmals auf dem Brünig.

Agentur
sda
Sonntag, 28. Juli 2019, 19:29 Uhr Schwingen
Pirmin Reichmuth lässt sich auf dem Brünig als Sieger feiern.
Pirmin Reichmuth lässt sich auf dem Brünig als Sieger feiern.
KEYSTONE/URS FLUEELER

50 Punkte nach fünf Gängen genügten Reichmuth als Polster, um sich nach einem Gestellten im Schlussgang gegen seinen Innerschweizer Weggefährten Joel Wicki zum alleinigen Sieger küren zu lassen.

Reichmuth kam zu seinem vierten Kranzfest-Sieg, die er alle in dieser Saison realisiert hat. Nach dem Zuger, Urner und Luzerner Kantonalen gewann der 24-Jährige aus Cham auch den Klassiker auf dem Brünig. Reichmuth war dermassen überlegen, dass er im Schlussgang kein Risiko mehr eingehen musste. Deshalb suchte er in der Schlussphase des letzten Kampfes den Sieg nicht mehr. Reichmuth ist der erste Zuger Sieger auf dem Brünig seit Rolf Zimmermann 1999.

Wicki wieder im Schlussgang

Wie schon 2018 stand Joel Wicki - damals gegen Killian Wenger - im Schlussgang. Auch er hatte zuvor fünf Duelle gewonnen, wies aber einen halben Punkt Rückstand gegenüber Reichmuth auf. Der Sörenberger muss weiter auf den ersten Triumph auf dem Brünig warten. Sowohl Reichmuth (mit Kilian Wenger) als auch Wicki (mit Matthias Glarner) bezwangen während des Festes einen Schwingerkönig. Die Innerschweizer stellten nicht nur beide Schlussgangteilnehmer, sie waren den ganzen Tag drückend überlegen. Am Ende gewannen die Innerschweizer 11 der 19 abgegeben Kränze. Den Berner bleiben acht Eichenlaube, die Südwestschweizer gingen im Dauerregen leer aus.

Vier Wochen vor dem Eidgenössischen Fest deutet nichts darauf hin, dass die Berner in Zug als Übermacht auftreten werden, wie sie es in den vergangenen Jahren an Festen mit eidgenössischem Zuschnitt taten. In sehr vielen Spitzenduellen mit den Innerschweizern zogen sie den Kürzeren.

Schwingerkönig Kilian Wenger konnte sich im 1. Gang gegen Pirmin Reichmuth nur bis zum zweiten Zug auf den Beinen halten, nachdem er schon auf dem Weissenstein zum Auftakt überfordert gewesen war, damals gegen Samuel Giger. Der amtierende Schwingerkönig Matthias Glarner - das zeigte sich auch an seinem Heimfest auf der Brünig-Passhöhe - braucht weiterhin Zeit und Praxis, um eventuell wieder der Alte zu werden. Der Meiringer stellte zu Beginn gegen Christian Schuler und verlor noch vor dem Mittag gegen Wicki. Matthias Aeschbacher, wie Wicki noch nicht mit einem eidgenössischen Kranz dekoriert, liess den beachtenswerten Siegen am Schwarzsee und am Südwestschweizer Fest in Leukerbad einen schwachen Auftritt auf dem Weissenstein folgen, wo er nur zwei Gänge gewann. Am Brünig verlor der Emmentaler früh gegen Benji von Ah, bevor er unter anderen Sven Schurtenberger ins Sägemehl bettete.

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