×

Das sagt Armon Orlik zum Doping-Fall Grab

Der Doping-Fall um Martin Grab sorgt aktuell für Aufsehen. «suedostschweiz.ch» hat mit Armon Orlik über die schockierende Nachricht, Tests und allfällige Folgen für den Schwingsport gesprochen.

Claudio
Candinas
Samstag, 14. Juli 2018, 15:46 Uhr Doping-Fall
Armon Orlik
Der Bündner Schwinger Armon Orlik fotografiert am 19. Mai 2017. Bild Yanik Bürkli
Armon Orlik war schockiert über die Nachricht.
Yanik Buerkli

Der Anfang Mai zurückgetretene Schwyzer wurde positiv auf die Substanz Tamoxifen getestet («suedostschweiz.ch» berichtete). Der Fall droht den Schweizer Schwingsport zu erschüttern. «suedostschweiz.ch» hat sich bei Schwinger Armon Orlik erkundigt, ob Doping in der Schwing-Szene allgemein ein Thema ist und wie er die Auswirkung auf das Image des Sports wertet.

Armon Orlik, wie haben Sie reagiert, als Sie von dem Doping-Fall von Martin Grab gehört haben?

Es war ein Schock. Sofort habe ich gehofft, dass es ein Fehler ist oder sich die Sache irgendwie klärt. Jetzt hoffe ich natürlich immer noch, dass es eine Erklärung dafür gibt und der Fall ganz aufgeklärt werden kann.

Solche Fälle sind der Öffentlichkeit vor allem aus dem Radsport und der Leichtathletik bekannt. Ist Doping ein Thema, welches unter den Schwingern diskutiert wird?

Wir Schwinger wissen, dass wir jederzeit getestet werden können. Wir sprechen darüber, wie viel, wann und wo man getestet wurde. Wir reden darüber, dass man im Alltag dem Thema Doping auch seine Aufmerksamkeit schenken muss. Wir machen uns gegenseitig aufmerksam auf dieses Thema. Ich spreche vielleicht einmal in zwei Wochen über dieses Thema mit einem anderen Schwinger. Ich denke jeder Schwinger will, dass unser Sport sauber ist und dass wir dieses Image auch geniessen können.

Wie häufig werden Sie auf Doping kontrolliert?

Ich werde etwa vier Mal im Jahr kontrolliert. Die Proben werden von «Antidoping Schweiz» genommen und in unregelmässigen Abständen durchgeführt. Ich muss jederzeit mit einem Besuch eines Kontrolleurs rechnen.

Sollte die B-Probe positiv ausfallen, sprich sich der Fall bewahrheiten: Wie gross wäre der Image-Verlust für den Schweizer Schwingsport?

Falls sich der Fall mit Martin Grab bewahrheiten sollte, hoffe ich, dass dieser Fall dem Image nicht zu fest schadet. Ich vertraue der «Antidoping Schweiz», der alle Schwinger unterstellt sind.

Kommentar schreiben

Kommentar senden