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NOS-Schwinger auf dem Brünig gefordert

Der Brünigschwinget am Sonntag ist heuer das am besten besetzte Bergkranzfest. Der Maienfelder Armon Orlik trifft zum Auftakt auf den Luzerner Hünen Sven Schurtenberger.

Agentur
sda
28.07.17 - 09:58 Uhr
Schwingen
Armon Orlik (unten) und Samuel Giger bekommen es mit starken Bernern zu tun.
Armon Orlik (unten) und Samuel Giger bekommen es mit starken Bernern zu tun.
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Am Brünig, wo traditionell die Rivalität der Innerschweizer und Berner Schwinger besonders ausgiebig zelebriert wird, sind ebenfalls die 20 stärksten Schwinger aus der Nordostschweiz als Gäste dabei. Die grössten Erfolgschancen für die NOS-Schwinger werden dem Trio Samuel Giger, Daniel Bösch und Armon Orlik attestiert.

Der erst 19-jährige Giger, der mit drei Kranzfestsiegen seinerseits zu den erfolgreichsten Schwingern der bisherigen Saison gehört, machte heuer als Gast bei den Bernern schon einmal bittere Erfahrungen. Am Berner Kantonalfest in Affoltern wurde der Thurgauer zum Auftakt vom zurzeit verletzten Schwingerkönig Matthias Sempach nach kurzer Zeit gebodigt und danach vom wenig bekannten Emmentaler Fritz Ramseier mit einem Remis zurückgeworfen.

Hammerduell Giger gegen Stucki zum Auftakt

Am Sonntag bekommt es Giger mit dem grössten und wuchtigsten Berner zu tun. Christian Stucki ist in einer beneidenswerten Form. Auf dem Weg zu seinen vier Festsiegen entschied er 23 von 24 Gängen für sich.

Weitere Spitzenduelle im Anschwingen an der Kantonsgrenze von Obwalden und Bern haben es ebenfalls in sich. Schwingerkönig Kilian Wenger, nach zwei Festsiegen zuletzt auf dem Weissenstein früh zurückgebunden, misst sich mit dem St. Galler Daniel Bösch, der Ende August am Unspunnenfest in Interlaken als Titelverteidiger antreten wird.

Wie weit ist Armon Orlik?

Gespannt darf man auf das Abschneiden des siegesgewohnten jungen Bündners Armon Orlik sein. Nach dem Zwischenfall von Anfang Mai am Aargauer Kantonalen in Brugg, wo er um ein Haar eine folgenschwere Nackenverletzung erlitten hätte, hat der Maienfelder nicht konsequent weiter geschwungen. Er schaltete Pausen ein, um vor allem die psychischen Auswirkungen zu verarbeiten.

Orlik trifft zu Beginn auf den nur schwer zu besiegenden Sven Schurtenberger, einen der Aufsteiger der letzten zwölf Monate. Der Luzerner Hüne nahm am letzten Eidgenössischen Fest in Estavayer Matthias Sempach mit einem Gestellten die letzten Hoffnungen auf einen neuerlichen Königstitel. Am diesjährigen Innerschweizer Fest in Alpnach bremste er im Anschwingen Christian Stucki, sodass dieser zuletzt nicht in den Schlussgang kam. (sda/so)

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