Giger als Kronfavorit und Rychen als Herausforderer
Samuel Giger strebt in Davos seinen ersten Sieg an einem Nordostschweizerischen Schwingfest an. Gespannt wird das Comeback von Armon Orlik erwartet. Die Glarner Schwinger wollen überraschen.
Samuel Giger strebt in Davos seinen ersten Sieg an einem Nordostschweizerischen Schwingfest an. Gespannt wird das Comeback von Armon Orlik erwartet. Die Glarner Schwinger wollen überraschen.
Vier Wochen nach dem St. Galler Kantonalen in Rapperswil-Jona kommt auch das NOS-Teilverbandsfest in der Eishalle zur Austragung. Hauptanwärter auf den Sieg in Davos ist der Thurgauer Samuel Giger. Zwar erhielt er auf dem Stoos einen kleinen Dämpfer, wurde er doch schon im ersten Wettkampfteil entscheidend zurückgebunden. Kehrt er zum Schwingstil, den er am Pfingstmontag zeigte, zurück, führt der Sieg über ihn.
Die grössten Herausforderer Gigers sind Schwingerkönig Arnold Forrer sowie Unspunnen-Sieger Daniel Bösch. Auch Michael Bless, Domenic Schneider, Fabian Kindlimann, Martin Hersche, Samir Leuppi, Tobias Krähenbühl, Raphael Zwyssig oder Roger Rychen ist eine Überraschung zuzutrauen. Auch Curdin Orlik, der im Berner Oberland geheiratet hat, tritt in seiner alten Heimat an.
Im Zeichen der Rückkehr Orliks
Das Hauptaugenmerk in der Eishalle des Rekordmeisters im Eishockey liegt jedoch auf Armon Orlik. Seit seinem fürchterlichen Aufprall am Aargauer Kantonalen am 7. Mai in Brugg hat der Vorjahressieger von Wattwil keine Schwingfeste mehr bestritten. Die grosse Frage ist, wie der Bündner all dieses weggesteckt hat. Durch den Unfall verpasste der sechsfache Kranzfestsieger aus dem Vorjahr das St. Galler, Glarner-Bündner und den Stoos.
Ihn bereits wieder als Favoriten zu handeln wäre fehl am Platz. Die Schwingszene ist froh, weilt der Maienfelder wieder unter den Startenden. Im Vorjahr in Wattwil gewann Orlik erstmals das NOS, indem er im Schlussgang Samuel Giger bezwang.
Anderegg und Sempach zu Gast
Nicht ganz so stark und doch nicht aus dem Auge zu verlieren sind die acht Gästeschwinger der übrigen vier Teilverbände. Insbesondere die beiden Berner Thomas Sempach und Simon Anderegg gehören seit Jahren zur nationalen Spitze. Beide haben sie schon drei Eidgenössische Kränze erschwungen. Thomas Sempach ist ein Cou-Cousin von Schwingerkönig Matthias Sempach. Auch den schlaksigen Nidwaldner Marcel Mathis gilt es zu beachten. Er ist technisch beschlagen und immer wieder für Überraschungen gut, wie 2016 auf der Schwägalp, wo er den Schlussgang erreichte. Der Luzerner René Suppiger und die Gäste der Teilverbände Nordwest- und Südwestschweiz werden es schwer haben, in die Kranzränge zu gelangen.
Setzen Glarner die Erfolgswelle fort?
Die Glarner werden angeführt vom frischgebackenen Stoos-Kranzer Roger Rychen. Er zeigte auf dem Stoos einen sensationellen Auftritt und stellte mit drei Eidgenossen. Wie nahe Glück und Pech im Schwingen zusammenliegen, weiss der Molliser nur zu genau. Bei seinem ersten Auftritt in einer Eishalle, im Lido in Rapperswil, musste Rychen ohne Kranz nach Hause. Schwingt er in Davos wie auf dem Stoos, ist Rychen ein Platz ganz weit vorne zuzutrauen.
Der Glarner Sportler des Jahres trifft im Anschwingen auf den Aargauer Yanick Klausner, ein Talent der Ringerstaffel Freiamt. Zweiter Glarner Trumpf ist Peter Horner. Der Ortsglarner gewann schon drei Mal NOS-Eichenlaub und zählt auf seine Routine.
Acht Glarner im Einsatz unter geschlossenem Dach
Christian Jöhl aus Mollis und der Netstaler Nationalturner Reto Landolt wollen ihren Kranz vom Pfingstmontag möglichst gut bestätigen. Für einen NOS-Kranz muss jedoch alles zusammenpassen, hängen doch die Lorbeeren am Teilverbandsfest um einiges höher als an einem Kantonalen.
Weiter schwingen in der ausverkauften Vaillant-Arena in Davos Thomas Riedi aus Netstal, der Ennendaner Beni Rhyner, Christian Schnyder aus Näfels und der Linthaler Patrik Schiesser um Platzierungen und Ehre.
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