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Glarner Festspiele am «Eidgenössischen»

Zwar ist Schwingerkönig Matthias Glarner ein Berner. Mit Roger Rychen und Peter Horner holten in Estavayer – erstmals seit 27 Jahren – zwei «richtige» Glarner wieder Eichenlaub in den Kanton.

Südostschweiz
Montag, 29. August 2016, 13:07 Uhr Estavayer 2016

Roger Rychen und Peter Horner schafften Historisches und gewannen sogar zwei Kränze. Das war letztmals 1969 in Biel der Fall, als Peter und Bruno Jutzeler in die kranzberechtigten Ränge kamen.

«Ich freue mich auch deshalb riesig über den Kranz, weil ich mich gegen schwierige Gegner durchgesetzt habe, meinen eigenen Erwartungen gerecht geworden bin, dem Druck standgehalten und mein Ziel nie aus den Augen verloren habe», betonte Rychen. Nach zwei Siegen zum Auftakt am Samstag gegen die Eidgenossen Michael Nydegger und Remo Stalder verlor Rychen die nächsten zwei Duelle gegen Henryc Thoenen und Pirmin Reichmuth.

Wahnsinn, Wahnsinn, Ich kann nur immer wieder sagen: Wahnsinn

Am Ende wurden es sogar zwei Kränze, was Fridolin Beglinger, Technischer Leiter des Glarner Kantonalverbands völlig aus dem Häuschen brachte: «Wahnsinn, Wahnsinn. Ich kann immer wieder nur sagen: Wahnsinn.»  

Für diesen «Wahnsinn» sorgte Peter Horner. Dabei hatte nach zwei Gängen vieles auf ein Arbeitsende bereits am Samstagabend statt auf einen gewaltigen Jubelschrei am Sonntag hingedeutet. Horner hatte die ersten beiden Gänge verloren, kämpfte sich zurück und bewies, dass auch mit zwei Niederlagen zum Auftakt der eidgenössische Kranz noch möglich ist. «Nach diesem Fehlstart musste ich komplett runterfahren, abschalten. Ich sagte mir: die nächsten beiden Gegner müssen unbedingt fallen, dann bin ich am Sonntag noch dabei.» (rg)

Alles Stimmen und Emotionen zum sensationellen Erfolg der beiden Glarner lest ihr am Montag in der Zeitung «Südostschweiz» Ausgabe Glarus.

«TV Südostschweiz» war nach dem Eidgenössischen Schwingfest zu Besuch bei den beiden erfolgreichen Glarner Schwingern:

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