Armon Orlik siegt am Thurgauer Kantonalen
Von Benno Patt
Das erhoffte Szenario trat ein. Die jungen Talente Orlik und Giger und nicht die arrivierten Bösch und Forrer setzten die Glanzpunkte am gestrigen Thurgauer Kantonalen. Schon im ersten Gang fand die Stimmung trotz garstigem Wetter ein erstes Mal einen Höhepunkt. Sämy Giger liess dem Schwingerkönig von 2001 keine Chance und legte den Mitfavoriten platt auf den Rücken. Armon Orlik löste seine Aufgabe gegen den NOS-Sieger aus dem letzten Jahr Michael Ryhner ebenfalls ohne Makel.
Im zweiten Gang gewinnt er nach kurzer Gangdauer gegen den St. Galler Beda Coray. Im dritten Gang kam es dann zur angekündigten Revanche zwischen Daniel Bösch und Armon Orlik. Am Rheintal-Oberländischen in Wangs musste der Bündner gegen den Unspunnensieger noch eine Niederlage hinnehmen, gestern war er bestens auf den Hühnen aus Zuzwil eingestellt. Der knapp 21-jährige bestimmte den Gang und brachte den sieben Jahre älteren Bösch gleich mehrere Male in Verlegenheit. Am Schluss ging der Gang aber gestellt aus. Sein Schlussganggegner siegte im zweiten Gang gegen Andreas Gwerder und in der Folge gegen Christoph Odermatt, Martin Glaus und den überraschenden Berner Gast Tobias Siegenthaler.
Der spätere Festsieger sicherte sich die Schlussgangteilnahme gegen den einheimischen Eidgenossen Beni Notz und im fünften Gang diskussionslos gegen Marcel Kuster. Die Ausgangslage war nachdem Bösch im sechsten Gang keine Maximalnote erhielt spannend. Giger sollte ein Gestellter mit der Note 9 zum Festsieg reichen. Wer den fünften Gang der beiden am letztjährigen Bündner-Glarner in Schiers gesehen hatte, durfte aber ein wahres Angriffsfeuerwerk erwarten. Etwas überraschend gingen beide eher verhalten in den Schlussgang. In der dritten Minute dann der erste gefährliche Angriff von Orlik den sein Gegner aber knapp abwehren konnte. Dieser Wurf hatte Samy Giger etwas verunsichert. Trotzdem suchte er sein Heil im Angriff in der fünften Minute zog er wuchtig, aber Orlik konterte mit einem «Linkskurz» und liess dem Ottoberger am Boden keine Chance. Armon Orlik konnte somit nach dem Zürcher Kantonalen im vergangenen Jahr bereits seinen zweiten Kranzfestsieg feiern.
Hinter Orlik klaffte ein grosses Loch
Die weiteren angetretenen Bündner fanden überhaupt nicht ins Fest. Nachdem Roman Hochholdinger im ersten Gang überraschend den Lokalmatador Tobias Krähenbühl bezwang, baute er in der Folge stark ab. Am Schluss war Stefan Brügger im enttäuschenden 16. Rang der Zweitbeste hinter Armon Orlik. Abraham Lötscher und roman Hochholdinger folgten im 17., Christian Biäsch im 20. und Mauro Gartmann und Sandro Sprecher im 21. Rang. Als Einziger verpasste Marco Flütsch den Ausstich.
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