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Nach der WM folgt das Heimspiel

Davoser
Zeitung
15.03.25 - 12:00 Uhr
Schweiz und Welt
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Freuen sich auf ihren Einsatz auf dem Rinerhorn (v.l.): Alec Schibli, Nicola Meisser, Xenia von Siebenthal und Bignia Schulz.

Eines der Schweizer Aushängeschilder an der WM war die 17-jährige Xenia von Siebenthal. Sie wurde ihrem Status auch gerecht und holte nicht nur den Weltmeistertitel im Parallelslalom, sondern zusammen mit dem Engadiner Fadri Mosca auch noch Bronze im Team-Wettbewerb. Dementsprechend zufrieden ist sie mit dem Erreichten, wie sie auf Anfrage erklärt. Sie trauert auch der als Vierte knapp verpassten Medaille im Parallel-Riesenslalom nicht nach: «Jemand muss halt Vierter werden.» Ihr gefiel vor allem die gute Stimmung vor Ort mit vielen Zuschauenden sowie auch jene im Schweizer Team. «Wir hatten einen guten Zusammenhalt.» Nun freut sie sich auf den Start am kommenden Wochenende am Europacup auf dem Rinerhorn, denn ein Wettkampf quasi vor der eigenen Haustüre sei immer etwas Spezielles.

«Es war cool, aber...»

Auch für Nicola Meisser (18) war es nicht die erste Junioren-WM, die er bestreiten durfte. Auch er schwärmt davon, wie cool es gewesen sei, dem Schweizer Team anzugehören. Er meinte jedoch, dass er mit seinen Resultaten nicht ganz zufrieden sei: «Es wäre mehr drin gelegen, aber ich konnte meine Trainingsleistungen im Rennen nicht abrufen. Ausser im Team-Wettbewerb, wo wir den tollen achten Platz erreichen konnten.» Seine Vorfreude auf den Heim-Europacup ist sehr gross, und er sieht das erste Europacup-Aufgebot des Winters auch als Belohnung für eine gute Saison.

Jüngste des Davoser WM-Quartetts war Bignia Schulz (15). Sie habe mega-coole internationale Erfahrungen in einem tollen Team sammeln können, meint sie. Sie war mit ihrer Leistung im Parallelslalom einigermassen zufrieden, während im Riesenslalom und im Team-Wettkampf ihrer Meinung nach noch wesentlich mehr dringelegen hätte. «Ich war aber bis drei Wochen vor der WM noch verletzt, sodass ich zufrieden damit bin, dass es mit einer Teilnahme letztendlich doch noch geklappt hat.» Auch sie freut sich auf den ersten Europacup-Einsatz ihrer Karriere. «Dass der auch noch auf unserem Hausberg Rinerhorn stattfindet, ist natürlich doppelt schön.» Sie wolle das Rennen vor allem geniessen: «Ich werde an den Start gehen, mein Bestes geben und schauen, zu was es reichen wird.»

Ebenfalls zum ersten Mal an einer Weltmeisterschaft war Alec Schibli (17). Es habe grossen Spass gemacht, und er habe internationale Erfahrungen sammeln können, die für die Zukunft wichtig seien, meint er. Er ist allerdings mit seinen Leistungen nicht zufrieden: «Ich wollte in die Top-32 fahren, was nicht klappte.» Trotzdem freut auch er sich auf seinen ersten Europacup-Einsatz auf dem Rinerhorn. Dies mit dem Ziel, der Elite einen Schritt näher zu kommen.

Europacup auf dem Rinerhorn

Am 15. und 16. März stehen auf dem Rinerhorn wieder zwei FIS-Europacup-Tage im Snowboard alpin an, welche gleichzeitig auch das Finale der Europacup-Tour beziehungsweise der zweithöchsten Rennkategorie sind. Dabei werden sich nochmals rund 70 Athletinnen und Athleten aus 14 Nationen spannende Duelle liefern. Aufgrund der aktuellen Schneelage werden anstelle der geplanten Parallelriesenslaloms nach Rücksprache zwischen dem lokalen OK und den FIS-Verantwortlichen zwei Parallelslaloms auf der nach wie vor bestens präparierten und attraktiven Rennpiste Nr. 18 neben dem Trainerlift ausgetragen. Die Qualifikationen der FIS-Kategorie starten um 9.45 Uhr und die Finalläufe der Top-16-Athletinnen und Athleten im K.o.-Modus sind auf 13.30 Uhr angesetzt.

Dazwischen dürfen um 12 Uhr auch die Nachwuchstalente der Kategorien U13 und U15 sowie die «Adults» ohne Rennlizenz auf den gleichen Läufen wie die Europacup-Athleten ums Podest fahren. Vor allem für die jungen Schweizer Snowboarderinnen und Snowboarder ist dies immer ein Highlight im Nachwuchskalender, wenn sie ihre Zeiten mit der internationalen Europacup-Elite vergleichen können. Die Rangverkündigung der Europacup-Tour findet direkt im Anschluss an die Rennen am Sonntagnachmittag um etwa 14.30 Uhr auf der unteren Terrasse des Bergrestaurants Jatzmeder statt. Es werden hoffentlich auch viele lokale Zuschauerinnen und Zuschauer die Gelegenheit nutzen, um der Junioren-Weltmeisterin im Parallelslalom und angehenden Europacup-Toursiegerin, Xenia von Siebenthal, vor Ort zu gratulieren. Aufgrund ihres Vorsprungs im Tourranking ist ihr der Toursieg bereits sicher. Und auch die übrigen Davoser Europacup-Athletinnen und Athleten Laila Baetschi, Eliane Kleesattel, Bignia Schulz, Nicola Meisser und Alec Schibli sowie der Nachwuchs aus der Renngruppe des SC Rinerhorn werden nochmals alles daran setzen, um gute Rangierungen herauszufahren.

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