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OL-Weltelite begeisterte die Davoser Jugend

«So schnell möchte ich auch mal die Posten finden können», meinte Annina, als sie nach ihrem eigenen Schüler-OL-Lauf die Siegerin des Weltcup-Schlusslaufes, Simona Aebersold, ins Ziel sprinten sah.

Pascal
Spalinger
06.10.22 - 16:12 Uhr
Sport
Eine vierte Klasse zusammen mit dem offiziellen Maskottchen der OL-WM 2023 in Flims Laax.
Eine vierte Klasse zusammen mit dem offiziellen Maskottchen der OL-WM 2023 in Flims Laax.
zVg/OLG Davos

Den Schulleitungen und Lehrpersonen der Davoser Schulen gehört ein grosses Dankeschön, dass sie so bereitwillig Hand boten für einen Schul-OL-Tag in Kombination mit dem Schlusslauf des Weltcup-Finals. Und so wanderten die Klassen des 3. bis 9. Schuljahres unter Führung ihrer Klassenlehrer zum fantastisch gelegenen Wettkampfzentrum Höhwald oberhalb des Davoser Sees und weiter zum Start auf der Drusatschaalp. Auf dem Weg erklärten die Lehrer ihren Schülern nochmals die Kartensignaturen und das A und O der grundlegenden Orientierungstechnik. Guten Mutes nahmen die Kinder und Jugendlichen dann in Zweier- oder Dreierteams ihre jeweilige, dem Alter angepasste OL-Bahn mit 8 bis 14 Posten in Angriff. Insgesamt waren 204 Teams im Einsatz. Am gleich­zeitig durchgeführten OL für alle nahmen 65 Personen teil.

Die Richtung weisen war nötig

Erfahrene Mitglieder der organisierenden OL-Gruppe Davos konnten manches Team schon kurz nach dem Start auf den richtigen Weg zu den nächsten Posten weisen, denn die gestellten Aufgaben erwiesen sich als knifflig. Zwar standen die rotweissen Postenflaggen gerade für die jüngeren Schüler meist an klar bestimmbaren Weggabeln oder bei von weitem sichtbaren Objekten wie Antenne oder Bahnunterführung. Aber gerade die Oberstufenschüler mussten auch Geländeobjekte im schwierig zu belaufenden Bergsturzwald finden, was zwei Teams auf besondere Art meisterten. Als der versierte Eliteläufer Flavio Poltera – auch Kartenzeichner auf Madrisa für den am vorherigen Samstagslauf – an ihnen vorbeizog, hefteten sie sich für die zwei schwierigsten Teilstrecken kurzerhand an seine Fersen. Kein einfaches Unterfangen bei so hohem Lauftempo, aber erfolgreich. «Nur noch schlafen», meinte ein Oberstufenschüler nach seiner Heimkehr – so berichteten es jedenfalls seine Eltern. Aber für alle Teilnehmenden an diesem sonnigen OL-Tag bleibt die Erinnerung an die eigene Leistung und das Dabeisein am Weltcup-Grossanlass. Auch die Weltbesten haben auf diese oder ähnliche Weise mit dem OL-Sport angefangen – wer weiss, welche Davoser Jugendlichen «den Faden aufnehmen» und im nächsten August an einem der Davoser Abend-OLs auftauchen?

Bejubelter Schweizer Triumph

Im letzten und längsten Wettkampf der langen Weltcup-Saison durften sich Simona Aebersold und Daniel Hubmann – mit 39 Jahren eigentlich schon OL-Senior – als Sieger feiern lassen. Auf den letzten Metern des langen Zieleinlaufes – mit für die TV-Kameras hervorragendem Panoramablick auf See und Schneeberge dahinter – feuerten an diesem Montag vor allem die Schulkinder die erschöpften Läufer an, mit lauten Rätschen und vielstimmigen Zurufen. Viele dieser Athleten tummelten sich danach auch vor dem grossen Live-Bildschirm und gaben den Kindern gerne Autogramme. Zudem liess sich der riesige Steinbock, seines Zeichens Maskottchen für die WM in Flims im Juli 2023, gern von den begeisterten Buben und Mädchen abklatschen oder gar umarmen. Ein gutes Vorzeichen für weitere Schweizer OL-Erfolge auf höchstem Niveau?

Die Organisatoren danken

Danken möchte Lukas Stoffel, Präsident der OLG Davos und dadurch mitten drin im Geschehen: «Wir schauen mit grosser Freude auf den OL-Weltcupfinal in Davos Klosters zurück. Über 200 Helferinnen und Helfer der Vereine ‹OL Weltcup›, OL Zimmerberg und OLG Davos machten den OL-Grossevent erst möglich. Im Weltcup waren an den drei Wettkämpfen mehr als 250 Startende aus 35 Nationen vor Ort, plus Teamoffizielle. 1600 weitere OL-Läuferinnen und -Läufer liessen es sich nicht nehmen, an den beiden Nationalen Veranstaltungen auf der Madrisa (Klosters) und im Drusatschawald teilzunehmen. Gestartet wurde dabei je über eine Zeitdauer von vier Stunden. In der Arena im Höhwald (Davos) herrschte eine tolle Stimmung, die in schönen Fernsehaufnahmen zur Geltung kam. Die spannenden Liveübertragungen mit prächtigen Aufnahmen von Davos und Klosters wurden unter anderem in den skandinavischen Ländern, Frankreich und der Schweiz ausgestrahlt. Bis zu 34 Personen des Schweizer Fern­sehens arbeiteten vor Ort. 

Die Organisatoren bedanken sich herzlich bei den Gemeinden Davos und Klosters. Grosse Arbeit leisteten Mitarbeiter der Werkgruppe Davos und weiterer Dienste, die tonnenweise Material in die Zielarena transportierten. Der Dank geht auch an all die involvierten Unternehmungen für ihre Unterstützung, an die Kantonalen Ämter, die Hochgebirgsklinik, diverse Privatpersonen, an den Samariterverein Davos und den Feuerwehrverein Davos, der am Sonntag für die Festwirtschaft besorgt war.»

Detailrangliste unter www.olg-davos.ch

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