Den Weltcup dauerhaft nach Davos bringen
Der Snowboard-Förderverein Davos sei in erster Linie gegründet worden, weil sich die finanziellen Aufwendungen und Risiken auf diese Weise am besten abfedern liessen, erklärt Vereinspräsident und OK-Vizepräsident Peter Baetschi dazu. Einen Weltcup-Anlass der Alpin-Snowboarder in der Region durchführen zu können, war schon seit einiger Zeit der Wunsch der Verantwortlichen in Davos und Lenzerheide. Beide Destinationen haben schon mehrjährige Erfahrung, was die Durchführung von Europacup-Rennen betrifft, Lenzerheide zudem mit Weltcup-Events im Ski alpin. Es verwundert also nicht, dass die Weltcup-Durchführung in Davos sowie die Vereinsgründung gemeinsame Projekte sind. Hinter dem Förderverein und Weltcup-OK stehen diverse Davoser Persönlichkeiten sowie die Familien und Sponsoren der Weltklasse-Athleten Ladina Jenny, Dario Caviezel und Gian Casanova. Bei der Rennorganisation kann ausserdem auf weitere wertvolle Erfahrung aus den Europacup-Events auf der Lenzerheide und dem Rinerhorn zurückgegriffen werden.
«Bolgen-Hang eignet sich sehr gut»
Man habe bei der Fédération Internationale de Ski (FIS) den Wunschtermin eingegeben und schlussendlich den 23. Dezember zugesprochen erhalten, erzählt Baetschi. Dies nach umfangreichen Abklärungen, denn bisher wurden kurz vor Weihnachten keine Wettkämpfe durchgeführt. Nachdem alle angefragten FIS-Nationen ihre Zusagen gegeben hatten, gab der Weltverband grünes Licht. «Unser Ziel ist nun, den letzten Samstag vor Weihnachten als Termin fix im FIS-Kalender verankern zu können.» Das Ganze sei auch für die Destination interessant, denn immerhin seien 350 bis 400 Personen in Davos während drei Tagen beschäftigt und würden übernachten.
Einen grossen Trumpf stellt dabei der Bolgenhang dar. Baetschi gerät fast ein wenig ins Schwärmen, wenn er von dessen Vorzügen spricht: «Wir hatten schon Europacup-Rennen auf Bolgen, und alles hat bestens funktioniert. Die Weltcup-Athletinnen und -Athleten kennen den Hang bereits und wissen, was auf sie zukommen wird. Und wohl die grössten Vorzüge: Es ist reichlich Platz vorhanden, und alles ist nahe beim Stadtzentrum.» Zudem lobt er die Arbeit der Bergbahnen: «Sie sind für uns sehr gute Partner.» Ebenfalls eine verlässliche Partnerin ist die Schneesportschule Davos, die den Geissloch-Lift betreut, der für die Fahrt der Teilnehmenden und Funktionäre an den Start benutzt wird.
Rahmenprogramm für alle
Für die Organisation und Durchführung des Weltcups wurde das OK mit der ehemaligen Weltcup-Alpinsnowboarderin Stefanie Müller sowie mit Ex-Nationaltrainer David van Wijnkoop prominent verstärkt. Geplant ist ein grosses Snowboard-Fest für alle mit einem «Village» direkt beim Restaurant Bolgen Plaza als zentralem Ort. Unter anderem ist ein Konzert geplant, das am 23. Dezember nach den Rennen im Zielgelände stattfinden wird. Ein besonderes Highlight für die Teilnehmenden wird sicher auch die Startnummern-Auslosung sein: Diese findet nämlich am 21. Dezember in den Drittelspausen der Partie HCD – EHC Biel in der Eishalle Davos statt.
Für die Durchführung des Weltcup-Events auf Bolgen braucht es einiges mehr an Helfenden als für jene des Europacups auf dem Rinerhorn. Deshalb sind die Organisatoren noch auf Helfersuche. Interessierte melden sich unter snowboardweltcupdavos.ch, wo in den nächsten Tagen ein Helfertool aufgeschaltet wird. Aufgrund der Weltcup-Veranstaltung wird heuer auf die Durchführung eines Europacup-Anlasses in Davos verzichtet. Trotzdem brauchen die lokalen Snowboarderinnen und Snowboarder nicht auf Rennen quasi vor ihrer Haustüre zu verzichten: Die Wettkämpfe auf europäischer Stufe werden auf der Lenzerheide und im Engadin stattfinden.
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