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Mit Gleitschirm und auf Ski: Auf schnellstem Weg von Bellwald nach Vals

Die Eigertour Winteredition führt über drei Tage vom Wallis nach Graubünden. Wer im Zweierteam am besten zusammenarbeitet, hat die grössten Siegeschancen.

Stefan
Salzmann
19.01.23 - 14:22 Uhr
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Wer die dreitägige Eigertour Winteredition gewinnen will, muss sowohl auf dem Boden als auch in der Luft schnell unterwegs sein. Diejenigen, die den Skitourenlauf und den Gleitschirmflug am besten kombinieren können, dürften die besten Siegeschancen haben, wenn am Freitagmorgen die 18 Zweierteams in Bellwald (VS) starten. Und dabei gleich die Felle an den Ski aufziehen oder sich den Gleitschirm auf den Rücken spannen. Skitourenlauf und Gleitschirmflug. Hike and Fly. Vom Wallis bis nach Vals in Graubünden.

Der Anlass ist eine Premiere in doppelter Hinsicht. Einerseits findet sich die Kombination der beiden Sportarten im hochalpinen Gelände sonst nirgends. Andererseits stand die Eigertour bislang für einen Rundkurs und ging nicht über Kantonsgrenzen hinweg. Nun aber führen die drei Tageswertungen – die am Schluss zusammengezählt werden – von Bellwald nach Andermatt, von Andermatt nach Disentis und von Disentis nach Vals.

Viel Gepäck: Die Athletinnen und Athleten der Eigertour Winteredition sind unter anderem mit Ski und Gleitschirm unterwegs.
Viel Gepäck: Die Athletinnen und Athleten der Eigertour Winteredition sind unter anderem mit Ski und Gleitschirm unterwegs.
Pressebild

Mona Kläsi, OK-Mitglied der Eigertour, streicht den Teamgedanken heraus und weiss um die grösste Herausforderung: «Der eine hat vielleicht bessere Flugfähigkeiten, der andere ist stärker auf den Ski unterwegs. Wer sich am besten ergänzt und unterstützt, hat die grössten Chancen auf den Sieg.» Da kann es beispielsweise auch helfen, dass der bessere Skitourenläufer seinen Kollegen beim Überqueren von Gletschern mit einem Seil verbunden mitzieht.

International geprägtes Feld

Bereits am Abend vor der jeweiligen Etappe tüfteln die 18 Zweierteams an der optimalen Route. Man sitzt zusammen, rechnet, überlegt sich, welche Abschnitte mit den Ski und welche mit dem Gleitschirm zu absolvieren sind und setzt am nächsten Tag den Plan in die Tat um. Voraussetzung dabei ist, dass man die angegebenen Turn-Points der Rennleitung passiert. Dies wird mittels GPS-Tracker, den jede Mannschaft auf sich trägt, überprüft. Wer sich nicht daran hält, wird mit Strafpunkten bedacht.

«Der eine hat vielleicht bessere Flugfähigkeiten, der andere ist stärker auf den Ski unterwegs. Wer sich am besten ergänzt und unterstützt, hat die grössten Chancen auf den Sieg.»

Mona Kläsi, OK-Mitglied der Eigertour

Das neben Schweizern stark international geprägte Feld mit Athleten zwischen 20 und 40 Jahren aus Italien, Frankreich, Österreich und Belgien hat auch ein gemischtes Duo und ein reines Frauenteam am Start. «Darüber sind wir sehr stolz», sagt Kläsi, die auch mit der Auslastung zufrieden ist. Bis auf ein paar wenige krankheitsbedingte Abmeldungen sei man ausgebucht.

Nach dreitägiger Action werden am Sonntag um 16.30 Uhr die letzten Duos in Vals erwartet. Eine Stunde später findet die Siegerehrung statt, wo die besten Teams ausgezeichnet werden und sich eines als Premierensieger feiern lassen darf. Ist dann alles glimpflich und ohne Unfälle über die Bühne gegangen, darf auch das OK zufrieden zurückschauen.

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