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Roglic als erster Herausforderer von Vorjahressieger Pogacar

Roglic als erster Herausforderer von Vorjahressieger Pogacar

Tadej Pogacar gewinnt im Vorjahr gleich bei seinem Debüt und als zweitjüngster Fahrer überhaupt die Tour de France, knapp vor seinem damals favorisierten Landsmann Primoz Roglic.

Agentur
sda
vor 3 Monaten in
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Vorjahressieger Tadej Pogacar, der beim Team UAE Emirates auch auf die Helferdienste des Berners Marc Hirschi zählen kann, vor einer nicht minder grossen Aufgabe: der Bestätigung. Nimmt man die bisherigen Saisonresultate zur Hand, so wird auch der Sieg bei der 108. Tour de France vor allem über den 22-Jährigen führen.

Der junge Slowene gewann den Tirreno-Adriatico und die UAE-Rundfahrt. Nach dem Triumph beim Eintagesklassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich legte der Youngster eine sechswöchige Rennpause ein, ehe er bei der unterklassigen Slowenien-Rundfahrt standesgemäss mit dem Gesamtsieg zurückkehrte.

Der erste Herausforderer

Im Vorjahr befand sich Primoz Roglic auf dem besten Weg zum Sieg. Doch er sah sich am vorletzten Tour-Tag im Zeitfahren hinauf zur Planches des Belles Filles noch von seinem neun Jahre jüngeren Landsmann Pogacar abgefangen. Mit 59 Sekunden Rückstand resultierte der für ihn enttäuschende 2. Rang.

Heuer will sich Roglic um die entscheidende eine Position verbessern, mit ganz anderer Herangehensweise als in den Vorjahren. Da hatte der Slowene vom Team Jumbo-Visma in der Vorbereitung oftmals dominiert. Heuer allerdings machte er sich fast gänzlich rar. Nur fünf Rennen bestritt Roglic, der letzte Einsatz datiert vom 25. April.

Weitere Favoriten

Neben dem slowenischen Top-Duo werden vor allem Fahrer des Teams Ineos Grenadiers als Anwärter auf den Gesamtsieg genannt: der Brite Geraint Thomas, 2018 Sieger der Tour de France, und der Ecuadorianer Richard Carapaz, Sieger des Giro d'Italia 2019 und zuletzt Gewinner der Tour de Suisse.

Auch der australische Vorjahresdritte Richie Porte und der Brite Tao Geoghegan Hart, vergangenes Jahr Giro-Sieger, sind zu beachten.

Die Sprinter

Acht der 21 Etappen sind auf die Sprinter zugeschnitten. Der wohl endschnellste Fahrer im 184-köpfigen Feld ist Caleb Ewan. Der 26-jährige Australier beabsichtigt, heuer in allen drei grossen Rundfahrten einen Etappensieg zu landen. Beim Giro gelang ihm der Auftakt mit zwei Triumphen, nun folgt die Grande Boucle, bei welcher Ewan in der letzten zwei Jahren fünfmal siegte.

Die französischen Sprint-Hoffnungen liegen auf Arnaud Démare, diejenigen der Belgier auf Tim Merlier. Im Kampf um das grüne Trikot des Punktbesten strebt Peter Sagan den achten Triumph an. Der Ire Sam Bennett, der letztjährige Gewinner dieser Wertung, fehlt heuer. Seinen Platz im Team Deceuninck-Quick Step nahm kurzfristig Mark Cavendish ein. Der 36-jährige Brite ist mit 30 Tagessiegen der zweiterfolgreichste Fahrer in der Geschichte der Tour de France.

Der Auftakt

Statt wie ursprünglich geplant in Kopenhagen, das erst 2022 zum Zuge kommen wird, nimmt die 108. Tour de France in Brest ihren Auftakt. In der bretonischen Hafenstadt begann die Tour schon 2008, 1974 und 1952.

Die ersten zwei Etappen sind sehr hügelig und auf explosive Fahrer wie Julian Alaphilippe, Wout van Aert, Mathieu van der Poel und Hirschi zugeschnitten.

Nur drei klassische Bergankünfte

Die diesjährige Tour de France umfasst auf den gut 3400 km durch Frankreich 27 Pässe und Steigungen der 1. und 2. Kategorie sowie Hors Catégorie.

Die Rundfahrt beinhaltet drei Bergankünfte, die erste in der 9. Etappe in Tignes. In der Schlusswoche folgen in den Pyrenäen je eine Bergankunft auf dem Col du Portet (17.) und in Luz-Ardiden (18.).

Für die 11. Etappe liessen sich die Organisatoren etwas Spezielles einfallen. Auf dem Weg von Sorgues nach Malaucène wird der Mont Ventoux gleich zweimal befahren. Zunächst von der einfacheren Seite von Sault her auf 22 km und mit durchschnittlich 5,1 Steigungsprozenten, danach von Bédoin (15,7 km/8,8 Prozent).

Das Dach der Tour auf 2408 Metern

Das Dach der 108. Tour befindet sich mit 2408 Meter über Meer auf dem Port d'Envalira in Andorra (15.), dem höchsten Strassen-Gebirgspass in den Pyrenäen.

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