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«So viel Dank gab es von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch nie»

«So viel Dank gab es von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch nie»

Am Sonntag fand mit dem GP Vals das älteste Bündner Radrennen nach zuletzt zwei Absagen wieder statt. Die Bündner Nina Zoller und Fadri Barandun gewannen den Klassiker.

Südostschweiz
vor 5 Tagen in
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Mit der Austragung der 36. Auflage des GP Vals haben Organisatoren und Teilnehmenden am Sonntag ein wichtiges Zeichen für den Sport und den Radsport in Graubünden gesetzt, heisst es von den Organisatoren. Mit einem umfangreichen Schutzkonzept, Einzelstarts und dem Verzicht auf jegliches Rahmenprogramm sei «Ruinaulta-Ilanz-Vals» zu einem vollen Erfolg geworden.

«Ich glaube, so viel Dank gab es von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch nie», lässt sich OK-Chefin Judith Huonder in einer Mitteilung zitieren. Der Klassiker konnte im vergangenen Jahr aufgrund der Coronamassnahmen nicht durchgeführt werden. Vor zwei Jahren machte Schneefall die Durchführung unmöglich.

Mit viel Rückenwind zum Sieg

Kalt und windig waren die Bedingungen für die 71 Fahrerinnen und Fahrer. Am Morgen sei in Vals noch Neuschnee gelegen, dieser konnte sich zum Glück für die Organisatoren aber nicht lange halten. Glücklich für die Teilnehmenden war wiederum, dass der Wind auf der ganzen Strecke von hinten bliess, wie es weiter heisst.

Der Kurs erstreckte sich auf über 40,5 Kilometer Distanz auf denen es knapp 1000 Höhenmetern zu erklimmen galt. Von Bonaduz ging es durch die Ruinaulta nach Ilanz und dann weiter bis ins Ziel nach Vals.

Nina Zoller aus Chur, die in den Jahren 2017 und 2018 die beiden bisher letzten Austragungen in Vals gewonnen hatte, sowie Mountainbiker Fadri Barandun aus Samedan setzten sich am Ende durch. Barandun lieferte auf den drei ersten Abschnitten die Bestzeiten und musste nur im Schlussanstieg knapp Andrea Bricalli vom RMV Chur den Vortritt lassen. In der Gesamtwertung setzte sich der 23-Jährige vom Team Bernina Sport/Merida nach 35:21 Minuten mit 25,3 Sekunden Vorsprung auf Iwan Hasler aus Gipf-Oberfrick und 59,2 Sekunden vor Thomas Häusermann aus Winterthur durch. Pascal Nay (Zizers/Thömus Racing Team) wurde Vierter, der Churer Bricalli Fünfter.

Die Seniorenklasse gewann Heinz Joos aus Domat/Ems. Duathlon-Weltmeisterin Zoller lieferte auf allen vier Abschnitten die Bestzeit und hatte 1:43 Minuten Vorsprung auf Lea Fuchs aus Winterthur. Dritte wurde die in Fläsch lebende Deutsche Daniela Höfler. Alessia Nay aus Zizers wurde Vierte.

Aufwand lohnte sich

Gefahren wurde das Rennen nicht in der Masse. Die Teilnehmenden seien einzeln gestaltet, was den Aufwand erhöht habe, so die Organisatoren. «Auch wenn dieses Format mit gleich vier fixen Zeitmessungen, einer Streckensicherung über mehrere Stunden und Einzelstart enorm aufwändig war, es tat gut, der Normalität wieder ein Stück näherzukommen», zog Stefan Schwenke Bilanz, der Ruinaulta-Ilanz-Vals koordiniert.

«Damit, dass die Wetteraussichten einige abgeschreckt haben und dieses Wettkampfformat nicht allen gefällt, mussten wir rechnen. Uns gefällt es auch nicht», so Schwenke. «Aber es war unter diesen Umständen das Optimum dessen, was wir machen konnten. Denn eins war für uns klar: Wir wollen Ruinaulta-Ilanz-Vals. Aber ohne Kompromisse bei Streckensicherheit und Gesundheitsschutz.»

Man habe gleichzeitig auch vorsichtig zeigen wollen, was alles gehe. Auch die Resonanz sei positiv ausgefallen. «Wir hatten allein seit der Ankündigung, dass Ruinaulta-Ilanz-Vals gefahren wird, nochmals rund 25 Nachmeldungen. Dass gleichzeitig einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht kommen würden, war zu erwarten.» Am Ende waren es im Vergleich 43 Prozent der Teilnehmer von 2018. «Das ist deutlich mehr als bei vergleichbaren Angeboten mit Rennen über mehrere Tage oder gar Wochen, wie wir sie zum Beispiel in diesem Winter im Langlauf hatten, und zeigt, dass unsere Entscheidung richtig war», so Schwenke. «Die meisten, die bei uns waren, waren seit über einem Jahr kein Rennen mehr gefahren und entsprechend glücklich.» (krr)

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