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Titelverteidiger Team New Zealand gilt als Favorit

Titelverteidiger Team New Zealand gilt als Favorit

In der Nacht auf Mittwoch werden vor Auckland die Segel für die ersten Regatten des 36. America's Cup gehisst. Italiens Syndikat Luna Rossa fordert den Titelverteidiger Team New Zealand heraus.

Agentur
sda
vor 3 Monaten in
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Italiens-Skipper Max Sirena (rechts) und sein Amtskollege Peter Burling von Team New Zealand  beim Shakehands
Italiens-Skipper Max Sirena (rechts) und sein Amtskollege Peter Burling von Team New Zealand beim Shakehands
KEYSTONE/AP/Andrew Cornaga

Zum dritten Mal nach 1992 und 2000 segelt ein italienisches Team um die älteste Sporttrophäe der Welt, dessen erste Austragung 1851 vor der britischen Isle of Wight mit dem Sieg für den New York Yacht Club und dessen Schiff «America» endete. Die Italiener setzten sich - für viele Experten überraschend - im Februar im Final der Herausforderer (Prada Cup) gegen das britische Team UK diskussionslos mit 7:1 Siegen durch.

Das Team des italienischen Besitzers Patrizio Bertelli fand die idealen Bedingungen vor. Ihre Jacht fliegt bei eher leichtem Wind ab 10 Knoten besonders effektiv übers Wasser. Team New Zealand wünscht sich deshalb möglichst viele Schaumkronen.

Gesegelt, oder eben geflogen, wird mit über den Wellen schwebenden Einrumpfbooten. 90 km/h liegen fast in jedem Rennen drin. Die Abkehr von Katamaranen nach dem 35. America’s Cup führte nicht zu einer Rückkehr zum traditionellen Segeln. Die neuen Raketen sind Lichtjahre von den eleganten Segelschiffen entfernt, sorgen aber auch für mehr Spektakel. Tragflügel an seitlich montierten Schwertern oder am Ruder hieven dem Rumpf vollständig aus dem Wasser - selbst bei Wende und Halse.

Der Schweizer Sportfan sollte in der Best-of-13-Serie den Italienern die Daumen drücken, weil dies die Rückkehr von Alinghi in die Formel 1 des Segelsports bedeutet. Dies behauptet jedenfalls die «Gazzetta dello Sport». Laut der italienischen Sportzeitung ist ein Abkommen mit dem Schweizer Syndikat als offizieller Herausforderer von Luna Rossa bereits unterzeichnet. Bertelli soll es bestätigt haben, die Presseabteilung von Alinghi-Patron Ernesto Bertarelli hingegen wollte auf Anfrage der «NZZ» dazu keine Stellungnahme abgeben.

Doch das ist Zukunftsmusik. Zuerst müssen die Italiener beweisen, dass es ihr Hightech-Geschoss auch mit dem Boot der Neuseeländer aufnehmen kann. Von den beiden Luna-Rossa-Steuerleuten Jimmy Spithill und Francesco Bruni darf dies behauptet werden. In den Vorstart-Duellen im Prada Cup verschafften sie sich in der Regel die bessere Position. Bereits vor 21 Jahren trafen die Italiener vor Auckland auf Neuseelands Cup-Verteidiger. Damals unterlag die Prada Challenge den Kiwis 0:5. Dieses Mal soll es anders werden.

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