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Geplante Rollskibahn wird redimensioniert

Geplante Rollskibahn wird redimensioniert

Die Rollskibahn der Biathlon Arena Lenzerheide wird redimensioniert. Dies nachdem Umweltorganisationen Beschwerde beim Verwaltungsgericht eingereicht haben. Es geht um den Schutz des Auerwilds.

Südostschweiz
vor 1 Monat in
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Konflikt mit Umweltverbänden: Die Gemeinde Lantsch/Lenz muss die Rollskibahn redimensionieren.
OLIVIA AEBLI-ITEM/PRESSEBILD

Aktuell liegt das BAB-Gesuch der Gemeinde Lantsch/Lenz für den Ausbau der Biathlon Arena öffentlich auf, wie der WWF und Pro Natura in einer gemeinsamen Mitteilung schreiben. Dieses Gesuch sei das Resultat der Verhandlungen zwischen den beiden Umweltschutzorganisationen mit der Gemeinde. Das Projekt für eine Rollskibahn werde redimensioniert, um den Anliegen des Arten- und Biotopschutzes gerecht zu werden.

Die Umweltorganisatoren gingen mit einer Beschwerde bis vor das Verwaltungsgericht. Grund für den Zwist ist das Auerwild. Aus Sicht der Umweltschutzorganisationen würde die ursprünglich geplante Strecke, die sogenannte Südschlaufe, zwei wichtige Kernlebensräume des Auerwilds stören und könnte die Population schwächen. Der Kompromiss sieht nun vor, dass auf diese Südschlaufe verzichtet wird.

Massnahmen fürs Auerwild

Für die verbleibenden Rodungen im Gebiet Bual werden zudem verschiedene Ersatzmassnahmen zu Gunsten des Auerwildes umgesetzt. Das Gebiet Bovas östlich der Kantonsstrasse scheidet die Gemeinde als Sonderwaldreservat aus. Hier und im Gebiet der gestrichenen Südschlaufe werden ökologische Strukturen gefördert, um die Auerhuhnpopulation im Gebiet zu stärken. Die Gemeinde wird ausserdem ein Wildschutzkonzept zusammen mit dem kantonalen Amt für Jagd und Fischerei für das Gemeindegebiet erarbeiten mit dem Ziel, wichtige Wildeinstandsgebiete vor Störungen durch touristische Nutzungen zu schützen.

Beim Bau und Betrieb der Rollskibahn müsse auch der Moorschutz gewährleistet sein, heisst es in der Mitteilung weiter. Um die Flachmoore herum würden deshalb Pufferzonen ausgeschieden. Bei Veranstaltungen im Sommer dürfe das Publikum sich ausserdem nur im Arenabereich aufhalten, um Trittschäden in den Mooren zu verhindern. Heute beeinträchtigte Moore würden zudem wieder vernässt und aufgewertet.

Der ausgehandelte Kompromiss berücksichtige sowohl die Interessen des Sports wie auch den Arten- und Biotopschutz, so die Umweltschutzorganisationen WWF Graubünden und Pro Natura Graubünden weiter. (krr)

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