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Alle gegen Marc Marquez

Die Königsklasse startet in Jerez in die verkürzte WM-Saison 2020. Dabei gibt es nur eine echte Frage: Wer soll Überflieger Marc Marquez stoppen?

Agentur
sda
Freitag, 17. Juli 2020, 05:30 Uhr Motorrad

Da die MotoGP-Klasse im März in Katar wegen der Einreisebeschränkungen kein Rennen fahren konnte, liegen 245 Tage zwischen dem letzten GP des vergangenen Jahres in Valencia und dem Start in die neue Saison. An der Ausgangslage hat sich wenig geändert. Fast alles dreht sich um den Namen Marquez. Nach dem späten Abschied von Jorge Lorenzo steuert Marc Marquez' jüngerer Bruder Alex neu die zweite Maschine des Honda-Werksteams - allerdings nur für ein Jahr, ehe er zum Kundenteam LCR wechseln muss.

Ob Marc seinen Vertrag im Frühling auch um vier Jahre verlängert hätte, wenn er von der bevorstehenden Degradierung seines ihm sehr nahe stehenden Bruders gewusst hätte - noch bevor dieser ein Rennen in der MotoGP fahren durfte? Mögliche Differenzen im Team sind vielleicht die einzige Hoffnung der Konkurrenz auf eine Wachablösung. Marc Marquez ist der klare Favorit auf einen siebten Titel in der MotoGP. Der Katalane würde so mit erst 27 Jahren zur Legende Valentino Rossi aufschliessen.

«Es wird speziell werden», erklärte Marquez, der sich vor allem mit Motocross fahren fit hielt. «Wir wollen den Menschen ein Spektakel bieten und etwas Freude bringen.» Im letzten Jahr gewann er 12 von 19 Rennen und verpasste nur einmal (wegen eines Ausfalls) das Podest. Der Konkurrenz von Ducati (Andrea Dovizioso, Danilo Petrucci), Yamaha (Maverick Viñales) und Suzuki (Alex Rins) blieben nur Brosamen. Gespannt sein darf man auf die weiteren Fortschritte von Yamaha-Fahrer Fabio Quartararo. Der erst 21-jährige Franzose fuhr in seinem Premieren-Jahr in der MotoGP im Yamaha-Kundeteam Petronas gleich sieben Mal aufs Podest.

Werksfahrer Rossi gelang dies nur zu Beginn der Saison zweimal. Der mittlerweile 41-jährige Superstar wartet nun schon seit mehr als drei Jahren auf seinen 90. GP-Sieg in der höchsten Klasse. Dennoch dürfte der Italiener seine aussergewöhnliche Karriere auch im nächsten Jahr fortsetzen.

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