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Näfels gibt sich im Derby gegen Jona keine Blösse

Trotz dem klaren 3:0-Sieg von Näfels war die Partie gegen Jona ein spannendes und stimmungsvolles Derby. Jona startete jeweils besser in die Sätze, während Näfels mit der Schlussoffensive auffiel.

Südostschweiz
Montag, 11. Februar 2019, 04:30 Uhr Volleyball
Alles im Griff: Nach Schwierigkeiten jeweils zu Beginn der Sätze kann Volley Näfels aber die Kontrolle über das Spielgeschehen übernehmen.
KÖBI HEFTI

von Köbi Hefti

Die beiden Überraschungsteams des vergangenen Cup-Sonntags knüpften im Lokal-Derby nicht dort an, wo sie aufgehört hatten. Jona, das gegen den B-Ligisten Züri Unterland verlor und negativ auffiel, war klar besser. Biogas Volley Näfels, das vor einer Woche noch den Meister aus dem Schweizer Cup warf, hatte Mühe, ins Spiel zu finden. 8:4 führten die Joner beim ersten Time-out, in dem der Näfelser Trainer Dalibor Polak die richtigen Worte gefunden haben musste. Näfels agierte danach wesentlich aufmerksamer und erfolgreicher und lag beim zweiten Time-out 16:12 in Front. In der Folge gelang es Jona nicht mehr, diesen Rückstand aufzuholen. Zu ungenau waren die Annahmen, um Druck zu machen. Der Startsatz ging mit 25:20 an Näfels.

Polaks neue Varianten

Näfels spielte ab dem zweiten Satz am Pass mit Kai Aebli. Erneut begann Jona besser, profitierte vom sehr fehlerhaften Spiel der Gäste aus dem Glarnerland. Die 8:6-Führung der Joner hielt aber nicht mehr lange. Die Glarner spielten äusserst konzentriert, praktisch fehlerfrei und zeigten sich in der Verteidigung, am Netz mit fünf Killerblocks und auf dem Feld von ihrer besten Seite. Nach dem Ausgleich zum 10:10 spielte nur noch Näfels, während bei Jona nicht mehr viel zusammenpasste. Mit der klaren Führung im Rücken erlaubte sich Trainer Polak gar einige Experimente. Er brachte den nominellen Diagonalangreifer Elias Wetzel als Annahmespieler und Severin Huber in der Mitte. Jona konnte davon nicht profitieren, der Satz ging mit dem klaren Verdikt von 25:17 an die Näfelser.

Nichts Neues im dritten Umgang: Erneut gelang den Jonern der bessere Start. Sie führten 4:1, beim Time-out 8:6. Näfels war praktisch im Alleingang für die Joner Punkte zuständig. Und wie gewohnt vermochte sich Näfels nach dem ersten Unterbruch zu steigern. Diesmal liess aber das Team von Denis Milanez nicht locker. Es verteidigte seine knappe Führung mit viel Kampfgeist und gefälligem Offensivspiel. Nach einem Einerblock von Wetzel, der mittlerweile als Diagonalangreifer spielte, und einem Service-Winner Aeblis lag Näfels erstmals in diesem Satz in Führung (21:19). Der Rest war dann die Show des Juniors Lorenz Küng. Mit einem Angriff und zwei Assen entschied er diesen Satz zum 25:20 und letztlich ungefährdeten Sieg von Biogas Volley Näfels.

In ein Loch geraten

Jonas Killian Kasper erklärte, weshalb es jeweils nach dem ersten Time-out den Bruch im Spiel seiner Mannschaft gab: «Wir spielten danach unkonstant, gerieten in ein Loch. So kam Näfels immer wieder heran.» Den Grund für dieses Loch sieht der Joner Topscorer einerseits bei den guten Bällen des Gegners, andererseits aber auch in der fehlenden Chancenauswertung bei seinem Team.

Die wichtigen Punkte gemacht

Der Näfelser Passeur Kai Aebli, der zwei Sätze durchspielte, war glücklich und meinte: «In Jona ist es nie einfach. Die Joner geben gegen uns immer viel Gas. Wir starteten jeweils harzig in die Sätze, obwohl wir konzentriert waren. Ab Satzmitte gaben wir dann aber mächtig Gas und machten die wichtigen Punkte.»

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