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Bereit für den grossen internationalen Coup

Wenn am Samstag die Schweizer Volleyball-Nationalmannschaft in Ungarn und am kommenden Mittwoch daheim in Schönenwerd gegen die Ukraine antritt, wollen auch drei Näfelser das Unmögliche wahr werden lassen und sich für die Europameisterschaft qualifizieren.

Südostschweiz
Freitag, 04. Januar 2019, 04:30 Uhr Volley Näfels
Etienne Hagenbuch, Joel Roos und Peer Harksen glauben an eine Qualifikation der Schweiz für die EM-Endrunde.
KÖBI HEFTI

von Köbi Hefti

Die drei Näfelser Nationalspieler Joel Roos, Peer Harksen und Etienne Hagenbuch gehörten im Sommer zum Stamm von Nationaltrainer Mario Mottas Team. Sie überzeugten mit starken Leistungen und waren massgeblich daran beteiligt, dass die Schweiz vor den beiden abschliessenden Spielen gegen Ungarn und die Ukraine immer noch Chancen hat, sich für die EM-Endrunde zu qualifizieren.

Am 26. Dezember rückten die drei Näfelser erneut ins Nati-Camp ein. Sie bestätigen, dass dies eine sehr willkommene Abwechslung war. Peer Harksen sagt dazu: «Nach einer schwierigen Zeit bei Näfels bin ich nun sehr froh, mit der Nationalmannschaft arbeiten zu können und das Selbstvertrauen, das wir mit der Nationalmannschaft im Sommer aufbauten, wieder zurückzuerlangen.» Auch Joel Roos trat die Reise mit einem sehr guten Gefühl an und schildert: «Ich freue mich riesig auf die zwei Qualispiele und möchte unbedingt die Sensation schaffen. Ich bin überzeugt, dass zwei Wochen Training in einem anderen Umfeld eine gute Möglichkeit sind, um den Kopf freizubekommen und aus dem zuletzt vorhandenen Loch herauszufinden.» Auch bei Libero Etienne Hagenbuch waren die zuletzt gezeigten Leistungen der Näfelser Volleyballer ein Thema. Er sagt: «Wir haben mit Näfels oft verloren, und mir war bewusst, dass wir bisher keine super Leistungen zeigten. Aber ich freute mich sehr auf den Zusammenzug mit dem Nationalteam, und ich hoffe, dass wir etwas Schwung für die zweite Saisonhälfte mitnehmen können.»

Zufriedener Ruedi Gygli

Die Stimmung im Nationalteam beschreiben die Näfelser als hervorragend. Es mache Spass, mit dieser Truppe und dem Staff zu arbeiten und ein gemeinsames Ziel zu verfolgen, umschreibt Peer Harksen. Joel Roos vergleicht die Stimmung mit der erfolgreichen Phase im Sommer: «Es wird viel gefordert, und jeder ist bereit, alles zu geben und am selben Strang zu ziehen.» Auch Libero Hagenbuch stösst ins gleich Horn und ergänzt: «Es macht Spass, zu spielen.»

«Wir können beide Spiele gewinnen. Das ist unser grosses Ziel.»

Der Teammanager der Schweiz ist derselbe wie bei Biogas Volley Näfels – Ruedi Gygli. Auf die Frage, worin sich der Job zwischen Nationalmannschaft und Näfels unterscheide, antwortet er: «Es gibt keine grossen Differenzen. Ich bin der verantwortliche Ansprechpartner für den Organisator, die Verbände und die offiziellen Meetings. Organisatorisch muss ich aber nichts machen, dies übernimmt das Verbandssekretariat.» Mit seinen drei Näfelsern ist Ruedi Gygli zufrieden und sagt: «Sie zeigen in der Nationalmannschaft wie auch im Verein guten Einsatz. Spielerisch haben sie mich in der Schweizer Auswahl aber mehr überzeugt.»

Um an die EM-Endrunde zu fahren, muss die Schweiz die beiden Spiele gegen Ungarn und die Ukraine gewinnen und auf die Schützenhilfe der anderen Teams hoffen, damit es am Ende zum erforderlichen zweiten Rang reicht. Mit einem Sieg gegen Ungarn könnten sich die Schweizer auch für die unglückliche 2:3-Niederlage im Heimspiel revanchieren.

Der Glaube ist vorhanden

Die gesamte Schweizer Mannschaft glaubt an diese Chance. «Wir können beide Spiele gewinnen. Das ist unser grosses Ziel», meint Peer Harksen. Und Joel Roos pflichtet ihm bei: «Wir haben uns im Sommer von der allerbesten Seite präsentiert und wurden dafür zwar mit viel Lob, jedoch zu wenigen Punkten belohnt. Ich möchte unbedingt da anhängen und wiederum zwei grosse Spiele abliefern, dabei zwei Siege holen und die Qualifikation verwirklichen.»

Etwas vorsichtiger äussert sich Etienne Hagenbuch: «Mir ist wichtig, dass wir unser Niveau abrufen können und in Europa ein Ausrufezeichen setzen. Klar hoffen wir auf ein Weiterkommen, aber wenn wir gut spielen und es nicht reichen sollte, ist das nicht so schlecht.»

Hoffnung auf einen Exploit

Im Hinblick auf das Spiel gegen die bereits qualifizierten Ukrainer am kommenden Mittwoch ergänzt Etienne Hagenbuch: «Gegen die stärkste Mannschaft unserer Gruppe hoffe ich auch dank der Unterstützung der eigenen Fans auf einen Exploit.» Den Schweizern könnte zudem in die Karten spielen, dass die Ukrainer die Qualifikation bereits im Sack haben. Das erste Duell gewann die Ukraine in Bestbesetzung mit 3:0.

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