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Tortour überstanden, viel Geld gesammelt

Die Davoser Michael Mettler und Adrian Immer absolvierten als Team «Pump for Peace Davos Klosters» das Mountainbike-Rennen «Swiss Epic». Der DZ erzählen die beiden, wie sie die Strapazen überstanden.

Pascal
Spalinger
27.08.24 - 17:00 Uhr
Sport
Michael Mettler (l.) und Adrian Immer mit den «Finisher»-Medaillen.
Michael Mettler (l.) und Adrian Immer mit den «Finisher»-Medaillen.
swiss-image (Andy Mettler)
«Wir hatten uns und bereits seit Dezember letzten Jahres in Zusammenarbeit mit ‹Sports and Health Davos› mit der Vorbereitung beschäftigt. Ein Lactat-Leistungstest war die Grundlage für einen detaillierten Trainings- und Ernährungsplan. Die erste Phase startete mit vier bis acht Stunden Training pro Woche, wobei wir unsere Einheiten auf dem Rad sowie den Langlaufskiern absolvierten. Mittlerweile hatten wir eine solide Grundkondition erarbeitet und den Trainingsaufwand auf sieben bis zehn Stunden wöchentlich erhöht. Ein zweiter Leistungstest im Mai ermöglichte uns dann, die Planung noch besser auf uns abzustimmen. In den letzten Wochen waren wir noch intensiver mit der Rennvorbereitung beschäftigt.» Diese Vorbereitung habe sich gelohnt, stellt Michel Mettler auf Anfrage fest.

Kein Unfall, aber Magenprobleme

Adrian Immer und Mettler spüren ihre Körper einen Tag nach dem fünftägigen «Swiss Epic» ein wenig, sind aber mit dem Erreichten sehr zufrieden. Es habe sich gezeigt, dass die umfangreiche Vorbereitung nicht umsonst gewesen sei und sich gelohnt habe. Auch technische oder Sturzprobleme hätten sie kaum gehabt, blicken die beiden zurück. Dafür hing der Start zur vierten Etappe von Davos nach Chur an einem seidenen Faden, denn Mettler kämpfte mit Magen-Darm-Problemen. Schlussendlich entschied man sich doch zum Start und wurde dafür in der fünften und letzten Etappe belohnt. Magenprobleme begleiteten das Duo eigentlich schon von der Startetappe an, doch dank der Ratschläge von Michael Villiger von «Sports and Health Davos» kam man trotzdem gut über die Runden.

Fünfte Etappe war am coolsten

Wie gesagt folgte die Belohnung in der letzten Etappe, die am Samstag auf beide Bergflanken des Landwassertals führte, mit Ziel im Kurpark. Es sei für sie die coolste Etappe gewesen, auch wenn der Aufstieg zur Clavadeler Alp die letzten Kraftreserven gebraucht habe, meinen Immer und Mettler unisono. «Einerseits konnten wir zeigen, was in uns steckt, und wir kannten die Strecke in- und auswendig. Andererseits hatte es entlang der Strecke und im Ziel viele Leute, die uns anfeuerten.» Nach der Zielankunft seien sie zunächst einmal einfach nur glücklich gewesen. Bald sei jedoch die Frage aufgetaucht, wie es nun weitergehe: «Wir haben in den vergangenen Monaten in jeder Hinsicht einen sehr grossen Aufwand betrieben. Nun ist nach der Anstrengung nicht nur der Körper, sondern aktuell auch der Kopf ziemlich leer.»

Stolzer Betrag für«Pump for Peace»

Immer und Mettler fuhren nicht nur für das eigene Vergnügen, sondern unterstützten mit ihrem Einsatz auch das Projekt «Pump for Peace», durch das der Bau von Pumptracks in Schwellenländern finanziert wird. Immerhin 5000 Franken sind durch Spenden bisher zusammengekommen, und Claudio Caluori – Initiant des Projekts – sei über den hohen Betrag erstaunt gewesen, sagt das Duo. Dadurch, dass viele leistungsabhängige Beiträge zugesichert hätten, hoffen die beiden, dass sich der Spendenbetrag noch um einiges erhöhen könnte. Ob sie wieder einmal für einen guten Zweck ein solches Abenteuer auf sich nehmen werden, wissen Immer und Mettler momentan noch nicht, da der Aufwand schon immens gewesen sei. «Aber man weiss ja nie, was das Leben in den nächsten Jahren noch so alles bietet.»

Das Duo unmittelbar vor der Zieleinfahrt: Die Glücklichseligkeit ist ihnen ins Gesicht geschrieben.
Das Duo unmittelbar vor der Zieleinfahrt: Die Glücklichseligkeit ist ihnen ins Gesicht geschrieben.
swiss-image (Andy Mettler)
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