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Sich quälen für einen guten Zweck

Vom 20. bis 24. August findet eine weitere Austragung des Mountainbike-Mehretapenrennens «Swiss Epic» statt – erneut mit Abschluss in Davos. Erstmals am Start sein werden auch Michael Mettler – Sportchef des Unihockeyclubs Iron Marmots Davos-Klosters und Adrian Immer. Nicht, um den Gesamtsieg zu erreichen, sondern für einen guten Zweck.

Pascal
Spalinger
14.08.24 - 07:00 Uhr
Sport
Adrian Immer (l.) und Michael Mettler und freuen sich auf das «Swiss Epic».
Adrian Immer (l.) und Michael Mettler und freuen sich auf das «Swiss Epic».
zVg

DZ: Michael Mettler, wie sind Sie auf die Idee gekommen, am «Swiss Epic» teilzunehmen und dabei ein humanitäres Projekt zu unterstützen?

Michael Mettler: Ich verfolge die Veranstaltung schon länger und die Herausforderung hat mich schon immer gereizt. Meinen Rennpartner Adrian Immer lernte ich auf einer Biketour mit Freunden zum Chörbschhorn kennen. Es stellte sich heraus, dass wir beide den Traum hatten, am «Swiss Epic» teilzunehmen. Also habe ich die Gelegenheit ergriffen und das Projekt gestartet.

Sie hegen keine Ambitionen auf den Gesamtsieg, sondern unterstützen mit Ihrer Teilnahme vielmehr eine Institution namens «Pump for Peace». Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

Uns war von Beginn an klar, dass wir keine Chancen auf eine Topplatzierung haben. Trotzdem wollten wir mit diesem Projekt mehr erreichen, als nur für unser Ego zu fahren. Als passionierte Biker sind wir nicht nur regelmässig auf Biketrails unterwegs, sondern auch auf Pumptracks. So kamen wir mit Claudio Caluori, dem Initiator von «Pump for Peace», in Kontakt. Das Projekt ist auch durch eine SRF-Doku von 2020 bekannt geworden. «Pump for Peace» baut Pumptracks in sozial schwachen Regionen und macht so das Biken sowie Sport im Allgemeinen zugänglicher. Um möglichst viele Sponsoren zu finden, vertrauen wir auf persönliche Kontakte und unsere Social-Media-Kanäle. Die Spenden erfolgen nicht nur mit einem Fixbetrag, sondern können auch einen Betrag pro gefahrenen Höhenmeter umfassen. Dies spornt uns zusätzlich an.

Wie bereiten Sie sich auf den Mountainbike-Grossanlass vor?

Wir sind bereits seit Dezember letzten Jahres in Zusammenarbeit mit «Sports and Health Davos» mit der Vorbereitung beschäftigt. Ein Lactat-Leistungstest war die Grundlage für einen detaillierten Trainings- und Ernährungsplan. Die erste Phase startete mit vier bis acht Stunden Training pro Woche, wobei wir unsere Einheiten auf dem Rad sowie den Langlaufskiern absolvierten. Mittlerweile haben wir eine solide Grundkondition erarbeitet und den Trainingsaufwand auf sieben bis zehn Stunden wöchentlich erhöht. In der zweiten Phase geht es jetzt vor allem um Kraft- und Intervalltraining. Ein zweiter Leistungstest im Mai ermöglichte uns, die Planung noch besser auf uns abzustimmen.

Welche Ziele haben Sie für das Rennen?

Bereits das erfolgreiche Absolvieren aller fünf Stages ist eine grosse Herausforderung und unser grösstes Ziel. Natürlich freuen wir uns aber auch über eine Platzierung im Mittelfeld. Nicht zuletzt wollen wir unsere Spenden für «Pump for Peace» maximieren.

Haben Sie schon Pläne, wieder einmal einen solchen Effort zugunsten eines sozialen oder humanitären Projekts zu leisten?

Es könnte durchaus sein, dass wir in Zukunft wieder etwas unternehmen, um ein Projekt zu unterstützen. Allerdings müssen wir dann genau überlegen, was wir machen. Der Aufwand, den wir neben einem 100-Prozent-Job als Hobbysportler für den «Swiss Epic» betreiben, ist nicht zu unterschätzen.

Auf Trainingstour im Sertig.
Auf Trainingstour im Sertig.
zVg
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