Knall beim FCRJ: Trainer Stefanachi muss gehen
Die zwei Niederlagen zum Auftakt haben Konsequenzen: Der FC Rapperswil-Jona stellt Heris Stefanachi als Cheftrainer seiner ersten Mannschaft per sofort frei. Die Suche nach einem Nachfolger läuft.
Die zwei Niederlagen zum Auftakt haben Konsequenzen: Der FC Rapperswil-Jona stellt Heris Stefanachi als Cheftrainer seiner ersten Mannschaft per sofort frei. Die Suche nach einem Nachfolger läuft.
0:3 in Carouge, 0:1 zu Hause gegen Breitenrain – Rapperswil-Jona ist schwach in die neue Promotion-League-Saison gestartet, ziert das Tabellenende. Dies als einer der Aufstiegsfavoriten, zumindest nach Papierform. Denn nach dem enttäuschenden 9. Rang in der vergangenen Saison waren im Sommer zahlreiche Transfers getätigt worden.
Auch darum, weil wegen der Vergrösserung der Super League auf die nächste Spielzeit hin drei statt zwei Teams aus der Promotion League in die Challenge League aufsteigen dürfen, der Sprung von der dritt- in die zweithöchste Spielklasse also deutlich einfacher zu schaffen ist als im Normalfall.
Stagnation erkannt
Und dann dieser Fehlstart. Erneut droht der FCRJ schon ganz früh in der Saison den Anschluss an die Spitze zu verlieren. Dies abzuwenden, traut die sportliche Leitung Heris Stefanachi offenbar nicht zu – und vermeldet am Montagabend die sofortige Freistellung des 41-jährigen Cheftrainers, der einen bis Ende Juni 2023 gültigen Vertrag besitzt.
«In menschlicher Hinsicht bedauern wir die Trennung. Die Zusammenarbeit mit Heris Stefanachi war stets konstruktiv», lässt sich FCRJ-Sportdirektor Stefan Flühmann in der entsprechenden Medienmitteilung zitieren. Aus sportlicher Sicht sei der FCRJ aber zum Schluss gekommen, dass die Entwicklung der Mannschaft unter Stefanachi in den letzten Monaten stagniert habe.
Stefanachi hatte die erste Mannschaft des FC Rapperswil-Jona im vergangenen November übernommen, nachdem der vorherige Trainer Brunello Iacopetta zum Challenge-League-Klub FC Wil abgewandert war – als Nachfolger des zurückgetretenen Alex Frei. Der FCRJ lag damals auf Rang 7, punktgleich mit dem sechstplatzierten Bavois, verpasste unter Stefanachi dann aber die zum Ziel gesetzte Aufstiegsrunde der besten sechs Equipen. Mit Rang 9 wurde zum Schluss immerhin die direkte Cup-Qualifikation bewerkstelligt.
Di Dio übernimmt vorerst
Ein Nachfolger für Stefanachi wird derzeit noch gesucht. Der bestehende Staff rund um Assistenztrainer Palmiro Di Dio wird die Mannschaft bis auf Weiteres führen. Sollte für die nun folgende Partie am kommenden Sonntag gegen den Zweitligisten FC Wiedikon im 1/32-Final des Schweizer Cups noch kein Nachfolger gefunden sein, «so hätte der FCRJ genügend Trainer in der Organisation, die auf dem Matchblatt ad interim ergänzt werden könnten», schreibt der Klub. (lz)
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