Glarner 5.-Liga-Kicker sorgen für internationale Schlagzeilen
Von einer wilden Schlägerei im Suff ist die Rede. Sechs Fussballer der ersten Mannschaft des FC Rüti wurden vergangenes Wochenende im Trainingslager am Gardasee verhaftet. Alles halb so wild, wie der Präsident
des FC Rüti, Misch Donati, sagt.
Von einer wilden Schlägerei im Suff ist die Rede. Sechs Fussballer der ersten Mannschaft des FC Rüti wurden vergangenes Wochenende im Trainingslager am Gardasee verhaftet. Alles halb so wild, wie der Präsident des FC Rüti, Misch Donati, sagt.
«Sechs Spieler einer Amateur-Fussballmannschaft verhaftet», so lautete der Titel einer Mitteilung der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. In dieser war von einer wilden Schlägerei im Suff nach einem Turniersieg die Rede. Ein Jugendlicher sei verletzt worden. Die Schweizer seien wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Anzettelung einer Schlägerei verhaftet worden.
«Diese Medienmitteilung ist völlig übertrieben. 90 Prozent davon sind schlicht und ergreifend falsch», entgegnet Misch Donati, Präsident des FC Rüti. Gemäss ihm sei es weder ein Turnier gewesen, noch habe das Ganze in einer «wilden Schlägerei» ausgeartet. «Unsere Mannschaft hat täglich mehrfach trainiert und ein Trainingsspiel gegen eine Mannschaft aus Brescia ausgetragen.»
Rangelei mündet in sechs Verhaftungen
Auch verletzt wurde beim Zwischenfall laut Donati niemand: «Es kam zwar gegen 2 Uhr zu einer Rangelei zwischen einer Gruppe Einheimischer und unseren Spielern. Sie ‘schupften’ sich gegenseitig, mehr aber auch nicht.»
Trotzdem: Die patrouillierende Polizei vor Ort griff umgehend ein. Festgenommen wurden zunächst zwei, dann vier, letztlich sechs. Die Verhaftung der «Carabinieri» erfolgten willkürlich.
Die Glarner Fussballer mussten die Nacht auf dem Polizeiposten in Peschiera del Garda verbringen, ehe sie von einem Gericht in Verona im Schnellverfahren zu einer bedingten Geldbusse verurteilt wurden. Am Morgen waren sie bereits wieder frei.
Paul Hösli ist Leiter Sport bei den «Glarner Nachrichten» in Ennenda. Er ist seit 1997 bei der «Südostschweiz», im Jahr 2013 wechselte er intern von der Druckvorstufe in die Redaktion. Zuerst in einem 40-Prozent-Pensum und seit 2016 zu 100 Prozent. Mehr Infos
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